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Mittwoch, der 6. Mai 2026

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Afghanen in Pakistan bangen trotz Aufnahmezusage aus Deutschland

Tausende Afghanen in Pakistan warten verzweifelt auf eine Ausreise nach Deutschland – obwohl sie eine Aufnahmezusage haben. Die Situation in den Lagern wird immer prekärer.

Afghanen in Pakistan bangen trotz Aufnahmezusage aus Deutschland

In Pakistan sitzen Tausende Afghanen fest, die eine Aufnahmezusage für Deutschland haben. Sie leben unter teils katastrophalen Bedingungen in provisorischen Lagern und fürchten täglich um ihre Sicherheit. Die Bundesregierung steht unter Druck, endlich zu handeln.

Die Evakuierungsbemühungen nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan im August 2021 laufen nur schleppend. Viele Afghanen, die für Deutschland gearbeitet haben oder besonders gefährdet sind, erhielten zwar eine Zusage – aber keinen Flug. In Pakistan harren sie nun seit Monaten aus.

Leben in Unsicherheit

Die Unterkünfte in Pakistan sind überfüllt, die hygienischen Zustände prekär. Krankheiten breiten sich aus, medizinische Versorgung ist kaum vorhanden. Hinzu kommt die psychische Belastung: Die Menschen haben Angst vor Abschiebung oder Übergriffen. Einige warten bereits seit über einem Jahr auf ihre Ausreise.

Die deutsche Botschaft in Islamabad hat nach eigenen Angaben mehrere Tausend Fälle bearbeitet, doch die Visavergabe geht nur langsam voran. Die pakistanische Regierung drängt auf eine schnellere Abwicklung und droht, die Aufnahmezentren zu schließen.

Bundesregierung in der Kritik

Opposition und Menschenrechtsorganisationen werfen der Bundesregierung vor, ihre Zusagen nicht einzuhalten. Im Bundestag sorgte das Thema wiederholt für Debatten. Die Regierung verweist auf logistische Hürden und die Sicherheitslage in Afghanistan, die direkte Evakuierungen unmöglich mache.

Unterdessen steigt die Zahl der Schutzsuchenden, die eigenständig nach Europa aufbrechen. Die Route führt oft durch den Iran und die Türkei – ein gefährlicher Weg, der bereits viele Todesopfer gefordert hat.

Hintergrund: Das Aufnahmeprogramm

Das Bundesaufnahmeprogramm für gefährdete Afghanen läuft seit Oktober 2022. Es soll Menschen aufnehmen, die besonders gefährdet sind, etwa wegen ihrer Arbeit für deutsche Stellen oder wegen ihres Engagements für Menschenrechte. Die genaue Zahl der Aufnahmeplätze und der tatsächlich Eingereisten wird nicht transparent kommuniziert.

Kritiker fordern eine deutliche Ausweitung und beschleunigte Verfahren. Hilfsorganisationen berichten, dass viele Gefährdete in Afghanistan untergetaucht sind und nicht mehr erreicht werden können.

Ein Ende des Wartens ist nicht in Sicht. Die Betroffenen in Pakistan hoffen jeden Tag auf Neuigkeiten – und fürchten zugleich, dass ihre Zusage wertlos sein könnte.

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