Valves Steam Machine: Marktstart im Sommer bestätigt
05. June 2026
Valve hat endlich ein klares Release-Fenster für die Steam Machine genannt. Die spielkonsole soll im Sommer 2025 erscheinen – zusammen mit dem hauseigenen Controller Steam Frame.
Lange hat die Community darauf gewartet, nun ist es offiziell: Valve hat den Marktstart der Steam Machine für den Sommer 2025 angekündigt. Das Unternehmen bestätigte damit in einem Nebensatz, was viele bereits erhofft hatten. Die Konsole soll zeitgleich mit dem hauseigenen Controller Steam Frame erscheinen.
Ein langer Weg zur Marktreife
Die Entwicklung der Steam Machine zog sich über mehrere Jahre hin. Ursprünglich als Konkurrenz zu etablierten Konsolen wie PlayStation und Xbox geplant, erlebte das Projekt mehrere Verzögerungen. Nun scheint Valve die technischen Hürden überwunden zu haben. Die Konsole basiert auf einem PC-ähnlichen System, das speziell für das Spielen im Wohnzimmer optimiert ist. Anders als klassische Konsolen läuft auf der Steam Machine ein Linux-basiertes Betriebssystem, das SteamOS.
Besonders spannend: Die Steam Machine ist modular aufgebaut. Nutzer können Komponenten wie Grafikkarte oder Prozessor austauschen – ein Alleinstellungsmerkmal im Konsolenmarkt. Valve setzt damit auf die Philosophie der Aufrüstbarkeit, die bisher vor allem PC-Gamern vorbehalten war.
Der Steam Frame: Ein neuer Controller
Begleitend zur Konsole erscheint der Steam Frame, ein Gamepad mit innovativen Funktionen. Der Controller soll über anpassbare Tasten, ein integriertes Touchpad und haptisches Feedback verfügen. Valve verspricht eine präzise Steuerung, die sowohl für klassische Spiele als auch für PC-Ports optimiert ist. Der Steam Frame wird drahtlos per Bluetooth oder über eine proprietäre Funkverbindung mit der Konsole kommunizieren.
Details zu Preis und technischen Spezifikationen stehen noch aus. Branchenexperten rechnen jedoch mit einem Preis von rund 500 bis 700 Euro für das Basismodell, je nach Ausstattung. Der Controller dürfte separat für etwa 70 bis 100 Euro erhältlich sein.
SteamOS: Das Betriebssystem der Konsole
Im Zentrum der Steam Machine steht SteamOS, eine auf Linux basierende Plattform. Valve hat das System in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Ziel ist es, eine möglichst große Bibliothek von Windows-Spielen über die Kompatibilitätsschicht Proton lauffähig zu machen. Aktuell unterstützt Proton tausende Spiele, darunter viele aktuelle Blockbuster. Dennoch gibt es immer wieder Titel, die nicht oder nur mit Einschränkungen funktionieren.
Für Nutzer, die auch Windows-Spiele ohne Einschränkungen spielen möchten, wird es voraussichtlich die Möglichkeit geben, Windows auf der Steam Machine zu installieren. Allerdings ist das nicht der primäre Anwendungsfall, den Valve bewirbt.
Ein neuer Anlauf für das Wohnzimmer
Mit der Steam Machine unternimmt Valve einen neuen Versuch, das Wohnzimmer zu erobern. Bereits 2015 gab es eine erste Generation von Steam Machines, die jedoch kommerziell scheiterte. Grund waren unter anderem eine unzureichende Spielebibliothek und hohe Preise. Dieses Mal setzt Valve auf ein abgestimmtes Gesamtpaket aus eigener Hardware und optimierter Software.
Der Erfolg der Steam Machine hängt maßgeblich davon ab, ob es gelingt, eine breite Palette aktueller Spiele reibungslos zum Laufen zu bringen. Konkurrenten wie die Nintendo Switch oder das Steam Deck haben gezeigt, dass tragbare und heimische Spielkonsole weiterhin großes Interesse wecken. Die Steam Machine könnte vor allem bei PC-Spielern punkten, die sich eine einfachere Bedienung im Wohnzimmer wünschen, ohne auf die Flexibilität eines PCs verzichten zu müssen.
- Die Steam Machine soll im Sommer 2025 erscheinen.
- Der Steam Frame Controller wird zeitgleich veröffentlicht.
- Das System basiert auf SteamOS und unterstützt Spiele über Proton.
- Ein modulares Design erlaubt Aufrüstungen.
Ob Valve mit diesem Konzept diesmal erfolgreicher ist, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Fest steht: Der Sommer 2025 wird für Gamer spannend.