Das sind umgerechnet derzeit rund 700 Milliarden Euro. Und darin seien noch nicht sämtliche Kosten einbezogen, sondern lediglich die für Schäden wie beispielsweise Unfälle und Fehlinvestitionen ohne Gegenwert wie beispielsweise Bauruinen und gescheiterte Endlagerprojekte.

Woher diese Zahl stammt? Jürgen Döschner, als Wirtschaftsredakteur und Energieexperte für den Westdeutschen Rundfunk (WDR) tätig, hat die weltweiten Kosten der sogenannten friedlichen Atomnutzung recherchiert und sich dazu vor einigen Monaten in einem Interview mit der Zeitschrift „Eve“ unter der Überschrift „Atom-Desaster in Euro“ geäußert.

Geld- und Wertevernichtung durch Atomenergie
Döschner spricht in dem Interview von einer „gigantischen“ Vernichtung an Geld und an Werten, die auf die Atomenergienutzung zurückgeführt werden könne. So gebe es unter anderem über 100 Atomanlagen, die gebaut wurden, ohne dass darin Atomkraft erzeugt wurde, wie in Kalkar, Wackersdorf, dem österreichischen Zwentendorf, dem russischen Kostroma, dem tschechischen Temelin und dem US-amerikanischen Hartsville.

Zudem berichtet der Journalist, dass seit 1952 „mindestens 70 Atom-Havarien in den USA, Japan, Frankreich, Indien, Schweden oder ehemaligen Sowjetunion mit Schäden von 340 Milliarden

Euro§ gezählt wurden. „Diese Summe basiert auf verschiedenen Quellen, Stand 2013 und wird in Zukunft noch drastisch steigen.“

(S)Ein Fazit?
„Dieser einen Billion Dollar stehen null Komma null volkswirtschaftlicher Nutzen gegenüber – wenn man von der Arbeitsplatzbeschaffung für Eisenflechter und den Aufträgen für Zement- und Betonhersteller absieht.“