In Auftrag gegeben hat die grüne Bundestagsfraktion die Studie beim Diplom-Betriebswirt Stefan Schridde und beim Volkswirt, Christian Kreiß, Prof. Dr. in seinem Fach an der Hochschule Aalen, die sie gemeinsam verfasst haben.
Ihr Fazit lautet: Dass Elektrogeräte schon kurz nach Ablauf der Garantie nicht mehr zu gebrauchen sind, habe System. Die Hersteller würden nämlich Teile einbauen, wegen denen das Gerät frühzeitig defekt sei. Darüber hinaus würden die Produzenten Techniktricks anwenden, um ihr Ziel zu erreichen, dass die Nutzer bald neue Geräte kaufen.
Die Verbraucher müssten wegen dieser „geplanten Obsoleszenz“ in immer kürzeren Zeitabständen neue Produkte erwerben. Das Autorenduo Schridde und Kreis schätzt, dass die deutschen Konsumenten unnötigerweise mehrere Milliarden Euro bezahlen, da die Haltbarkeit der Geräte durch die Hersteller auf künstliche Weise verringert werde: Einer Modellrechnung der beiden Verfasser zufolge beträgt die Gesamtsumme pro Jahr bis zu 137 Milliarden Euro – unter der Annahme, dass durch einen Privathaushalt etwa ein Zehntel seines Etats für kurzlebige technische Geräte ausgegeben wird. Mehr zu dieser Studie ist unter sol.de zu lesen.

Neu ist das Thema (in den Medien) nicht: Im Jahr 2010 erschien der ARTE-Dokumentarfilm „Kaufen für die Müllhalde“ von Cosima Dannoritzer, dessen französischer Originaltitel „Prêt à jeter“ und dessen englischer Titel „The Light Bulb Conspiracy“ lautet. Der Film hat eine Länge von 75 Minuten.

Film: „Kaufen für die Müllhalde“ von Cosima Dannoritzer

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Unter www.murks-nein-danke.de haben Verbraucher die Möglichkeit, Produkte zu melden, die kurz nach Ablauf der Garantiezeit kaputtgegangen sind. Initiator dieser Internetseite beziehungsweise Aktion ist Steffan Schridde.