Die Troika, zu der Vertreter der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des IWF gehören, war schon einige Male in Athen, um sich einen Überblick über die Sparanstrengungen zu verschaffen – um dann über Geldzahlungen in Milliardenhöhe zu entscheiden. So soll es nun auch wieder ablaufen, wobei im September feststehen sollen, ob und unter welchen Bedingungen es erneut Milliarden für Griechenland gibt.
Vor zwei Wochen habe die Troika schon eine erste Bestandsaufnahme gegenüber den Finanzministern der Europäischen Union präsentiert. Dieser

nach zu urteilen, liege Griechenland in puncto Reformen überwiegend im Rückstand. „So viel steht schon jetzt fest: Die Regierung in Athen kann den Schuldenstand des Landes nicht wie vereinbart bis zum Jahr 2020 auf rund 120 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung drücken“, heißt es in dem „Spiegel“-Artikel. Aller Voraussicht nach werde das Land eine Neuverschuldung dieses Jahr nicht auf den vereinbarten Wert minimieren können. Deshalb stehe infrage, ob der IWF auch in Zukunft bereit sein wird, Geld für seinen Anteil am griechischen Rettungsprogramm fließen zu lassen. Falls der IWF aussteigen sollte, könnten die Euroländer ebenfalls nicht mehr bereit sein, weiteres Geld an Griechenland zu überweisen. Wenn die Finanzhilfen einstellt würde, wäre es möglich, dass Griechenland sich vom Euro verabschieden müsste.