In Wirklichkeit wird nämlich noch immer stigmatisiert und das hat Auswirkungen auf die Karriere. Coming-Outs sensibilisieren die Öffentlichkeit, können aber auch die Karriere beeinflussen.

"How I Met your Mother" machte Neil Patrick Harris zum Star. Den Arztkittel hat er lange abgelegt, doch wird seine Karriere dem Coming-Out standhalten? Er spielt einen Aufreißer. Aber es ist eine Sit-Com und da ist das nicht so wichtig. Sicher gibt es Leute, die sich deswegen seine Filme nicht anschauen. Aber so ein Publikum braucht er auch

nicht. Was die Leute in ihren Schlafzimmern machen, geht nur sie was an. Am Ende müssen nur die Einnahmen stimmen.

Nach einem Streit bei den Dreharbeiten zu "Grey’s Anatomy" beschloss T. R. Knight, seine sexuelle Orientierung bekannt zu geben. Um Gerüchten zuvor zu kommen. Mit seinem Coming-Out wollte er Gerede vermeiden. Er hat das sehr elegant gelöst, indem er sagte, das sei hoffentlich nicht das Interessanteste an ihm.

Lance Bass hat mit seinem Coming-Out für Schlagzeilen gesorgt. Er hat damit mehr Aufsehen erregt als mit seiner Musikkarriere. Dadurch konnte er das Buch seines Partners unterstützen.

Manche Promis bekennen sich offen zu ihrer sexuellen Orientierung. Andere hüllen sich in Schweigen. Und dann geht das Gerede los. Seit Jahren wird behauptet, Tom Cruise sei schwul. Wen interessiert´s? Es hat ihm mehr geschadet, auf Oprahs Couch zu tanzen.

Es gibt schlimmeres im Leben, als Typen zu lieben. Wahrscheinlich Tüten kleben. Anscheinend haben die Leute mit Lesben weniger Schwierigkeiten als mit Schwulen. Eine schwule Lesbe sorgt immer noch für Aufruhr. Jodie Foster hat den eleganten Weg gewählt. Sie leugnet es nicht und gibt es auch nicht zu. Es hat keinerlei Einfluss auf ihre Karriere.