Sichere Zahnimplantate dank gezüchtetem Knochen
jede Operation belastend und nicht risikofrei, insbesondere für ältere Patienten. Die Nutzung von Fremdmaterialien (homologe Augumentation) birgt dagegen immer die Gefahr von Abstoßungsreaktionen.
In seiner aktuellen Ausgabe berichtet die amerikanische Fachzeitschrift Journal of Periodontology über eine Fallstudie, bei der die Düsseldorfer Zahnärzte Prof. Zafiropoulos und Dr. Christian Beaumont eigens gezüchtetes Knochenmaterial erfolgreich zum Kieferaufbau verwendet haben, um anschließend Implantate einzusetzen.
Dieses Verfahren ist besonders schonend für die Patienten: Ihnen wird lediglich unter örtlicher Betäubung eine kleine Menge Knochenhaut entnommen, aus der dann neues knochenbildendes Gewebe gezüchtet wird. Die so gewonnenen knochenbildenden Zellen werden in ein biologisch abbaubares Grundgerüst (so genannte Trägervliese) eingebracht, in dem die Zellen in allen Richtungen weiter wachsen können - zu der Form, die der Zahnarzt benötigt.
Prof. Zafiropoulos, der an der Universität Mainz lehrt, hat das Verfahren mit seinem Kollegen Dr.. Beaumont in ihrer Praxis "Blaues Haus" in Düsseldorf erprobt. Sein Fazit: "Die Verwendung von gezüchtetem Knochen ist eine vollwertige, schonende und risikoarme Alternative zu den bisherigen Verfahren. Die Knochenhöhe nach der Operation war wie geplant signifikant erhöht, vor allem kam es weder in der Folge der Augumentation noch nach dem Einsatz der Implantate es zu Entzündungen oder sonstigen Komplikationen."
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11:41
Also ich finds klasse, dass man jetzt auch körpereigenes Gewebe nachzüchten kann. Das ist sicherlich besser als synthetisches Material und besitzt mit Sicherheit weniger Ekelfaktor als Material aus Rinderknochen... wers nicht glaubt soll mal bei myvideo.de nach "rinderknochen" suchen
12:54
@Birgti Moeller:
Ja, klingt ein bisschen nach Sience Fiction mit dem Nachwachsen. Hab auch schon gehört, dass man Zähne nachwachsen lassen kann. Dann werden die ganzen Fremdkörper (Rinderknochen, Synthetik, Plomben) hoffentlich bald Vergangenheit sein.
14:10
Wobei mir da noch synthetische Materialien deutlich lieber als Rinderknochen wären... Ich weiß ja nicht, aber so etwas will ich nicht im Mund haben. Habe auch gehört, das viele Patienten unzufrieden sind...
12:21
Über diese Methode zu lesen ist ein echter Lichtblick. Eigenknochenentnahme käme für mich ebensowenig infrage, wie ein Implantat aus Rinderknochen. Da ich Allergikerin bin, wird es auch bei synthetischen Materialien schwierig. Ich frage mich nun bloß noch, wie hoch die Kosten sind und ob es diese Methode inzwischen bundesweit gibt.