Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass vom Verteiler bis zum Wohnhaus Glasfaserkabel verlegt sein muss. Selbst die Verbindung vom Kellerverteiler bis zu einer Mietwohnung darf nicht mit einfacher Kupferleitung versehen sein. Die Realisierung dieser Ausbauten ist allerdings extrem kosten- und zeitintensiv. Keiner der großen Provider kann es sich leisten, eine Vielzahl an Leitungsstrecken zugleich zu installieren.

Kosten senken - aber wie?

Im Rahmen der Erhebung einer EU-Kommission prüfte man nun, wie sich der Ausbau beschleunigen ließe und auf welche Weise eine Kostenexplosion verhindert werden kann. Fest steht: Der Großteil der notwendigen Arbeiten sind Tiefbauvorhaben. Diese sind nicht nur langwierig und wetterabhängig sondern bedürfen im öffentlichen Verkehrsraum einer Vielzahl von Genehmigungen. Die Erfüllung von Auflagen zur Sicherung von Baustellen ist diesbezüglich aber das geringste Übel.
Die Kommission schlug daher vor, genauestens zu ermitteln, ob es in der planmäßig vorgesehenen Region bereits Leerrohre oder nur teilweise genutzte Kabelwege gibt, die man für die Verlegung von Glasfaserkabeln nutzen kann. Dies könne die Kosten um bis zu 25% senken.

Hochgesteckte Ziele...

Die Digitale Agenda sieht vor, dass alle europäischen Haushalte bis zum Jahr 2018 über eine lückenlose Glasfaseranbindung verfügen. Insbesondere auf dem Land dürfte diese Nachricht bei den Endkunden gut ankommen. Denn bis dato kommt man außerhalb der Stadtgebiete teilweise nur auf Surfgeschwindigkeiten von

384 KBit/s. Die Glasfasertechnik würde hingegen bis zu 30 MBit/s ermöglichen und wäre damit fast 80 mal so schnell.

Bis dahin sind jedoch DSL, VDSL oder das mobile Internet die einzigen Alternativen. Um sich einen Tarif auszusuchen, der zu den eigenen Bedürfnissen passt, lohnt sich z. B. der Blick auf die Webseite www.dslvergleich.com. Ob Volumentarif im mobilen Netz via UMTS oder LTE oder ein Festnetzanschluss die bessere Lösung ist, hängt von den Anforderungen und dem Surfverhalten des jeweiligen Users ab. Im Rahmen einer Gegenüberstellung verschiedener Anbieter bleibt man jedoch nicht im Tarifdschungel stecken. Tabellarische Preislisten geben genaue Auskunft über die monatlichen Kosten, Anschlussgebühren und Leistungsfähigkeit von DSL-, VDSL oder UMTS-Paketen.