Ungefähr 200.000 Touristen reisen jährlich zum knuffigen Monster nach Schottland.
Doch nun gibt es ein Problem: Nessie mag sich seinen Beobachtern nicht mehr zeigen. Während vor zehn Jahren noch etwa 20 Sichtungen pro Jahr vermeldet wurden, waren es 2014 nur drei. In diesem Jahr wurde Nessie bisher gar nur zwei mal gesehen.

Das ist nicht gut, vor allem nicht für den Tourismus der Gegend. Schließlich sorgte die Legende des mystischen Wesens für Einnahmen in Höhe von umgerechnet neun Millionen Euro – Schottland ist in Sorge.

Ein

Muss für jeden Nessie-Fan ist die „Original Nessie Exhibition“ direkt am Loch Ness gelegen. In recht beeindruckender Weise ist dort die Geschichte des Ungeheuers dargestellt.
Von der ersten Sichtung im 6. Jahrhundert über das erste Foto bis hin zu Suchaktionen der vergangenen Jahrzehnte ist alles dokumentiert.

Nachdem ich die Ausstellung verlassen hatte, war ich mir meiner Zweifel nicht mehr ganz so bewusst und schaute mit anderen Augen auf die Oberfläche des Sees – ich hatte mich anstecken lassen vom Nessie-Fieber.

Das erste Foto vom Monster im Jahre 1933 erregte die Öffentlichkeit. Theorien gab es viele: Angeblich sei das auf der Ablichtung zu sehende Etwas ein Elefant eines am Loch Ness vorbeiziehenden Zirkus gewesen. Später wurden die Erscheinungen mit ungewöhnlichen Wellenmustern oder Spiegelungen erklärt.

Nun ranken sich die Gerüchte über den Verbleib des schottischen Mysteriums. Einige behaupten, Nessie sei in die Jahre gekommen und habe sich zur Ruhe gesetzt. Andere vermuten, dass sich das Ungeheurer der Umweltverschmutzung entziehe.

Wiederum andere suchen nach einer plausibleren Erklärung. Sie begründen die Abwesenheit Nessies mit der gestiegenen Skepsis der Menschen gegenüber phantastischen Geschichten.

Das hieße, dass Nessie nur ein Hirngespinst war – geboren in der Vorstellung der Menschen, und eben auch dort verendet.

Das wäre doch schade!