Bei der Einreise nach Australien ist jeder Ausländer dazu verpflichtet, ein Visum vorzulegen. Für Kuba und Russland wird ein sogenanntes Touristenvisum benötigt. Für Japan gilt das Visum als Einreiseerlaubnis. Ein Visum für die USA ist bloß die grundsätzliche Voraussetzung für die Beantragung der Einreiseerlaubnis.

Unterschied: Deutscher oder Ausländer
Grundsätzlich ist ein Reiseveranstalter dazu verpflichtet, es Reisenden mitzuteilen, falls sie für die Einreise in ihr Urlaubsland ein Visum benötigen. Allerdings gilt das für Urlaubsreisen, die – ob im Internet oder Reisebüro – in Deutschland angeboten werden, nur für Deutsche und nicht für andere Staatsbürger.

Außerdem sei es seitens des Reiseanbieters nicht notwendig, vorsorglich alle Reisenden darauf hinzuweisen, dass für Angehörige von Drittstaaten eventuell andere Pass- und Visa-Bestimmungen gelten.

Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Duisburg (Aktenzeichen: 7 S 33/12) hervor. Diesem Urteil liegt der folgende Fall zugrunde: Ein türkischer Mann hatte gegen einen deutschen Reiseveranstalter geklagt. Der Grund dafür war, dass ihm die Einreise nach Dubai verwehrt wurde.

Die zuständigen Duisburger Richter entschieden, dass dem Kläger kein Schadenersatz zustehe: Angehörige eines Drittstaates müssten lediglich dann von einem deutschen

Reiseveranstalter über Erfordernisse in puncto Pass und Visum in Kenntnis gesetzt werden, wenn die ausländische Staatsangehörigkeit bei Abschluss des Vertrags über die Reise erkennbar sei – ein türkischer Name sei kein ausreichender Hinweis darauf, dass der potenzielle Urlauber tatsächlich aus der Türkei stamme.