Im November ist das Wetter in Griechenland schon recht wechselhaft. Doch zeigt sich die Sonne an erstaunlich vielen Tagen und es schadet nicht, wenn man die Sonnencreme zu Hause gelassen hat.

Südöstlich von Naxos liegt die Insel Amorgos: In der Hauptsaison tummeln sich hier schon einige Touristen, doch die Masse bleibt auf anderen Inseln. Zum einen ist die

neunstündige Anreise von Piräus mit der Fähre nicht gerade ein Katzensprung, zum anderen bieten andere Inseln perfektere Strände. Nein, eine Badeinsel ist Amorgos nicht.

Dennoch gibt es einige, zum Teil versteckte Badebuchten. Im November ist es in der Ägäis allerdings schon zu kalt zum ausgiebigen Baden – mehr als schnell rein, drei Meter schwimmen und schnell wieder raus war für mich nicht drin.

Aber in der Nebensaison findet man Ruhe und Abgeschiedenheit. Viele Wanderpfade durchziehen die langgestreckte Insel und lassen den eigenen Gedanken Zeit und Raum. Genau der richtige Szenenwechsel, wenn mal für einige Wochen aus der Großstadt ausbrechen möchte und die Einsamkeit nicht fürchtet.

Und, in einem Studio mit Bad, Wohnzimmer, Küche und Terrasse mit Blick auf die Bucht für 15 Euro pro Tag zu wohnen ist auch recht angenehm – da kostet ein Bett im Backpacker in Athen mindestens genauso viel!