Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom versuchen drei von zehn Internetnutzern im World Wide Web einen Partner beziehungsweise eine Partnerin zu finden. Das sind 29 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 26 Prozent.

Online-Dating: Welche Portale sind am beliebtesten?
49 Prozent aller Surfenden haben schon einmal auf kostenpflichtige Angebote wie eDarling, ElitePartner oder Parship gesetzt. Weitere 28 Prozent können sich zumindest vorstellen, für derlei Dating-Möglichkeiten zu zahlen.

Laut der offiziellen Pressemeldung zu dieser Studie werden „insbesondere teilweise kostenlose Online-Flirt-Dienste wie Tinder, Grindr oder Lovoo (…) immer beliebter: 35 Prozent nutzen sie bereits“. Das ist ein Anstieg von sieben Prozent verglichen mit 2017. Weitere 16 Prozent der Befragten sind gegenüber der Nutzung dieser Dienste aufgeschlossen.

Sogenannte Single-Foren sozialer Netzwerke, zum Beispiel Facebook-Gruppen, sind für ein Viertel der Internetnutzer der bevorzugte Weg, jemanden kennenzulernen. Es folgen Single-Reisebörsen wie singlereisen.net, travelark.de und urlaubspartner.net mit einem Anteil von 16 Prozent.

Online-Dating: Wie viel kostet das?
Bezogen auf jede Altersgruppe greifen 94 Prozent der User für die Suche nach (der großen )Liebe auf Internet-Dating-Dienste zurück: 96 Prozent der Frauen und 91 Prozent der Männer. Weitere 4 Prozent der Umfrageteilnehmenden gab an, online nach Flirts zu suchen.

Im Schnitt werden dafür etwa 38 Euro pro Monat gezahlt. Knapp sechs von zehn Internetnutzern, nämlich 59 Prozent, sind bei mehreren Dating-Diensten angemeldet: 28 Prozent sind bei einem Portal aktiv, 34 Prozent bei zwei Portalen, 14 Prozent

bei drei und 11 Prozent bei mindestens vier.

„Wie viele andere Bereiche unseres Lebens und Alltags beeinflusst die Digitalisierung auch die Art und Weise, wie wir flirten und neue Partner kennenlernen. Online-Dating ist in Zeiten von ,always on‘ ein ganz normaler Weg bei der Partnersuche“, meint Julia Miosga von Bitkom.

Und sie sagt in der oben erwähnten Meldung weiter: „Die hohen Werte bei der potenziellen Nutzung zeigen, dass das Potenzial der Online-Dating-Dienste noch nicht erschöpft ist und immer mehr Menschen ihre Vorurteile gegenüber der Partnersuche im Web verlieren.“

Zur Methodik: Die Zahlenwerte basieren auf eine Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Bitkom. Um ihre Meinung gebeten wurden 1.009 Bundesbürger ab 14 Jahren. Von diesen nutzten zum Befragungszeitpunkt 829 das Internet und davon wiederum 244 auch Online-Dating-Dienste. Die Umfrage ist repräsentativ.