Leidgeprüft wie Webmaster so sind, ziehe ich also meinen gesamten Musikordner nochmal auf die iTunes-Oberfläche, lasse diese herzallerliebste Software ca. 60 min. arbeiten, währenddessen mein recht flottes Arbeitsgerät nicht zu benutzen ist (CPU-Auslastung ~ 95%). Egal, ich bin jung, ich habe Zeit.

Nachdem alles geklappt hat, arbeite ich noch ein wenig und fahre meinen Rechner runter… Nein, das war ein großer Fehler, iTunes meldet (sinngemäß): „die iTunes-Libraray hat ein ungültiges Format und wurde unter ITunes Library (Damaged) gesichert.
So habe ich mir Fortschritt schon immer vorgestellt. Endlich eine neue Version, endlich schöner, größer, mehr??? – Ich muss naiv sein, Fortschritt bedeutet etwas anderes heutzutage.
Bescheidenheit ist die neue Devise: „Fehlerhafter, langsamer, schlechter,“ um es mit Lenin zu sagen: „1 Schritt vor, 2 Schritte zurück.“ Ist das nun so eine Art Reparationszahlung für die Einheit, oder nur ein wurmstichiges Programm aus dem Apfelhäuschen (Mac-Works)? Ich weiß es nicht, allein, was soll ich tun. Die Musik ist wech. Also – Omhh – nochmal den Musikordner (180 GB) einlesen, nochmal eine Stunde warten.

Und lieber Leser, genau, nach dem nächsten Hochfahren ist die neue generierte iTunes Library wieder „damaged“ also kaputt, meine Geduld am Ende, iTunes 12 wird gelöscht und wieder iTunes 11 installiert und alles geht.

Wenn mich jetzt iTunes von der Seite anspricht und meldet: „Es ist eine neuere Version iTunes vorhanden, zucke ich desinteressiert mit den Schultern.

Anders verhält sich ITunes 12 auf meinem Notebook. Dort kann es zwar

die Bibliothek lesen, analysiert aber jeden Titel vor dem Start: „Bestimmung der Informationen zur unterbrechungsfreien Wiedergabe“ – eine Prozedur die rund 90 min dauert. Ein neugieriger Blick in die Prozessliste offenbart, dass iTunes rund 75% CPU-Leistung beansprucht, dann bleiben ja für Word, Excel, Photoshop jeweils noch 5%, was ein flüssiges Arbeiten garantiert.
Ist meine Einstellung falsch? Habe ich die Evolution falsch verstanden? Wird gar nicht alles besser? Muss ich meine Ansprüche zurück schrauben? Das ist ja bei der Lautstärke der in Europa vertriebenen MP3-Abspielgeräte schon der Fall. iPod-Software hat mir auch schon eine Aktualisierung angeboten, die die Lautstärkebegrenzung aktualisieren würde, da der Konsument (also wir) offensichtlich nicht weiß, was gut für ihn ist. – Auch hier konnte ich den Vorgang noch beherzt abbrechen und verhindern, dass mein Heavy Metal in Soft Daunenfedern runtergeschraubt wird.