Schöpfer dieser beeindruckenden Häusergewänder ist der 57-jährige, französische Botaniker Patric Blanc. Seinen ersten Wandgarten pflanzte er 1982 an sein eigenes Haus. Dazu inspiriert hatte ihn eine Reise die er noch als Teenager nach Thailand machte und bei der er fasziniert von Pflanzen war, die ohne Erde Wände sowohl empor- als auch herabwuchsen. Das Einzige was sie dazu benötigten, war Luftfeuchtigkeit und ein

Untergrund an dem sie sich festkrallen konnten.

Diesen Urwald wollte er auch in seine Heimat bringen. Dazu experimentierte er viele Jahre mit verschiedenen Pflanzen, Befestigungs- und Bewässerungsmöglichkeiten. 1988 stellte er seine vertikalen Gärten auf der französischen Gartenschau in Chaumont sur Loire aus. Schnell folgten Aufträge um Museen, Botschaften, Hotels und Hallen mit seiner Gartenbaukunst zu verschönern. 2008 begrünte er gar die Fassade der berühmten Galeries Lafayette in Berlin.

Inzwischen hat Blanc die Möglichkeit Fassaden in unseren Breitengraden mit immerhin 50 verschiedenen Pflanzenarten wie Farnen, Gräsern, Moosen und Kräutern zu begrünen. Mithilfe eines groben Netzes, Hartschaumplatten, eines dünnen Synthetikfilz und einer Bewässerungsanlage. Bei der Gestaltung der Fassaden arbeitet er mit namhaften Architekten zusammen und macht Wände nicht einfach nur grün, sondern schafft wahre Kunstwerke. Nebenbei verbessert er auch noch die Luftqualität der Umgebung. Von der beruhigenden Wirkung ganz zu schweigen.

Vertikale Gärten kann man nicht nur an Aussenwänden, sondern auch an Innenwänden und sogar Damengarderobe verwirklichen, wie auf der Facebooksseite des Künstlers, der sogar grüne Haare trägt, zu sehen ist.

Patric Blanc