"Street View" heisst der Dienst der die Gemüter erregt und mit dessen Hilfe die Menschen beobachtet werden und ist ein Teil des Service "Google Maps". Eigentlich ist "Google Maps" bloss eine ganz gewöhnliche Weltkarte, die sich mit Hilfe eines Navigationselements und einer Zoomfunktion interaktiv bedienen lässt, so das auf ihr nicht nur Länder, Städte und Ortschaften, sondern auch Strassenzüge wie bei einem ganz gewöhnlichen Stadtplan zu

sehen sind.

Anders als bei einem gewöhnlichen Stadtplan kann man jedoch bei Google Maps zwischen einer Kartenansicht und einer Satellitenansicht wählen. Das auf der je nach Auflösung Autos, Balkone, Hauseingänge und andere Dinge zu sehen sind, missfällt ohnehin schon vielen. Doch bislang sah man all das zumindest nur in einer reinen Draufsicht. "Street View" soll das ändern.

"Google" lässt Deutschland seit fast zwei Jahren mit Hilfe von 360-Grad-Kameras ablichten, so das fotorealistische, dreidimensionale Darstellungen entstehen. Darin sehen deutsche Datenschützer, Politiker wie Verbraucherministerin Ilse Aigner und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und viele Verbraucher eine Verletzung der Privatsphäre.

Anlässlich einer Pressekonferenz in Berlin versicherte Google-Produktmanager Raphael Leiteritz: "Wir nehmen den Datenschutz sehr ernst". Es gehe bei "Street View" nicht um die Menschen, sondern die Plätze. Die "Street View"-Nutzer suchten nach lokalen Orten, Restaurants, Cafés oder öffentlichen Sehenswürdigkeiten. Das Fotomaterial für Deutschland sei bereits vollständig.

Nicolaus Fargó, Professor am Institut für Rechtsinformatik an der Leibnitz Universität in Hannover befand den Kartendienst in seinem Gutachten als unbedenklich. Autokennzeichen und Gesichter von Menschen würden unkenntlich gemacht und Hausbesitzer und Bewohner könnten ihre Bleibe schwärzen lassen.

Ob das schon reicht damit alle mit diesem Service glücklich sind?