Nach Angaben der Bundesnetzagentur erhöhte sich die Zahl der Kunden im Jahr 2006 in den ersten neun Monaten um 2,5 Millionen auf 13 Millionen. Damit bleibe das Wachstum ungebrochen. Die Anbieter Arcor, freenet und Versatel rechnen für 2007 mit bis zu vier Millionen neuen DSL-Kunden. Allerdings bestehen Zweifel, ob sich die so genannten Triple-Play-Angebote, das sind gebündelte Pakete von Telefon, Internet und Medieninhalten, durchsetzen werden. Marktführer auf diesem Sektor mit weitem Abstand bleibt nach wie vor die Telekom, die derzeit mit dem DSL-Ausbau den Rückgang im herkömmlichen Telefongeschäft ausgleichen will.
Vertreter des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben darauf hingewiesen, das DSL-Nutzer vor der Abzocke durch Internetdialer sicher sind. User, die via ISDN oder einen analogen Telefonanschluss in Netz gehen, gingen nach wie vor das Risiko ein, dass Betrüger versteckte Einwahlprogramme auf die Festplatte schleusen. Diese so genannten Dialer bauen unbemerkt über geänderte Einwahlnummern überteuerte Verbindungen zum Internet auf. Vorbeugend sollte darauf geachtet werden, was beim Surfen im Netz in sich öffnende Eingabefenster eingegeben wird. Vor allem sollten die Fenster nicht einfach durch das Klicken auf den OK-Button geschlossen werden, weil sich auf diese Weise ein getarnter Dialer installieren könne. Hilfreich ist auch die Beantragung eines Einzelverbindungsnachweises beim eigenen Telekommunikationsanbieter.