Hinter der Entwicklung steckt Professor Ronald Deibert der Universität von Toronto. Die in ihrer Art neue Software wurde von ihm und seinem Team auf den Namen „Psiphon“ getauft. Mit ihrer Hilfe sollen in erster Linie Internetnutzer aus Ländern, in denen das Netz von staatlicher Seite überwacht wird, auf Seiten Zugriff haben, die eigentlich verboten sind. Zu diesen Staaten zählen zum Beispiel China, Iran, Kuba und Nordkorea. Unter anderem ist Wikipedia von der Chinesischen Republik aus gar nicht oder wenn, nur für kurze Zeit erreichbar.
Der Clou an dem neuen Tool ist, dass es nicht installiert werden muss: Es arbeitet Web-basierend. Das Prinzip, das hinter „Psiphon“ steckt, ähnelt dem vernetzter Proxyserver: „Psiphon“ macht aus jedem Rechner einen Proxyserver, der dem Filesharing-Prinzip gemäß eine verschlüsselte Kommunikation zwischen Staaten erlaubt. Wegen dieser Datenverschlüsselung ist eine automatische Datenfilterung nahezu unmöglich.
Offiziell erscheinen soll „Psiphon“ am 1. Dezember; die Beta-Tests laufen seit einigen Monaten. Der Download wird nichts kosten.

Mehr Infos gibt es unter http://psiphon.civisec.org.