Dank Weihnachten greifen sogar viele überzeugte Puristen einmal im Jahr zu ausschweifender Dekoration. Neue Wohntrends werden dann entdeckt - das ein oder andere Wohnzimmer sogar komplett umgestaltet. Dann macht die Eckvase mal eben Platz für den Weihnachtsbaum, der sonst leergeräumte Tisch wird mit einem Adventskranz dekoriert und die schicken Gardinen zugunsten des hell leuchtenden Fensterschmucks verbannt.

Aber der besinnliche Zeitabschnitt hat auch seine Kehrseite. In keiner Zeit des Jahres ist der Stromverbrauch so hoch wie in der Weihnachtszeit. Rund 500 Millionen Kilowattstunden Strom verbrauchen die deutschen Haushalte dann. Damit könnte man ca. 140.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen. Allein am 24.12. leuchten in Deutschland jährlich rund 8,5 Milliarden stromfressende Lichter. Allein der Wechsel auf LEDs könnte den Stromverbrauch zur Weihnachtszeit um das Zehnfache senken.

Hinzu kommt eine weitere alarmierende Meldung: Laut Arbeitsministerium in NRW ist die zu kaufende Leuchtdekoration nicht immer ausreichend sicher. Von 326

geprüften Produkten fielen fast ein Drittel durch, weil wichtige Sicherheitshinweise häufig fehlten. Gemeint ist in erster Linie das GS-Siegel, das für "Geprüfte Sicherheit" steht. Geräte die hiermit ausgestattet sind entsprechen dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) und können ohne Bedenken verwendet werden. Ohne dieses Siegel besteht immer ein Nutzungsrisiko. Also: Augen auf beim Lichterkauf!