Eine weltweit anerkannte Konvention die dieses Sterben reduzieren soll, besteht bereits seit 1992. Gabriel erklärte Anfang dieses Monats die Bemühungen der vergangenen 16 Jahre für gescheitert. Eine erschreckende Bilanz. Das dringendste Anliegen ist es jetzt so schnell wie möglich mehr Schutzgebiete einzurichten. Vor allem auf den Meeren

sei das dringend notwendig, hier klaffe bisher eine große Lücke, so das Umweltministerium.

Es gehe nicht nur um die bloße Konservierung von Natur, sondern darum, "wie wir unsere Leben auf der Erde organisieren". Neben dem Klimawandel sei der Verlust an Biovielfalt "die am meisten alarmierende Herausforderung auf der globalen Tagesordnung", sagte Gabriel. In keinem anderen Bereich sei internationales Handeln derart dringlich.

Die Bonner Konferenz ist bisher die neunte ihrer Art. Nachdem die bisherigen Erfolge so gering sind, ist der Druck nun gross. Ein Thema was vor allem für die Entwicklungsländer von grosser Bedeutung ist, ist die so genannte Biopiraterie. Pharmafirmen eignen sich dabei das Wissen der in den Ländern lebenden Menschen und deren Heilpflanzen an, ohne dafür zu bezahlen und sicherten sich später die Verwertungsrechte der Wirkstoffe.

Ebenfalls umstritten, Biosprit und seinen Folgen für Ökologie und Ernährungssicherheit in den Erzeugerländern.