Zuletzt wurden vor allem die Preise für Milch und Milchprodukte sowie Getreide und Geflügel erhöht. Laut einer Mitteilung der Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) werden Lebensmittel in 2008 wohl noch einmal teuer. Allerdings nicht mehr so stark wie zuletzt.
Der ZMP zufolge waren die Preise für frische Produkte, wie Brot, Fleisch, Eier oder Milch, vergangenen Monat durchschnittlich 10,5 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Mit einem Plus von 39,4 beziehungsweise 17,6 Prozent war die Preiserhöhung bei Molkereiprodukten und Geflügel besonders hoch. Käse verteuerte sich gegenüber 2006 um 17 Prozent, Gemüse um 9,7 Prozent, Eier um 7,6 Prozent und Brot um 7,3 Prozent. Für Wurst- und Fleischwaren sowie Kartoffeln mussten 0,8 Prozent beziehungsweise 11,9 Prozent weniger bezahlt werden.
Insgesamt seien die gestiegenen Preise auf die veränderte Situation auf dem Weltmarkt zurückzuführen. So steige die Nachfrage nach Lebensmitteln und landwirtschaftlich erzeugten Rohstoffen; bis zum Jahr 2050 soll sie sich verdoppeln. Bei Weizen und Milchpulver zum Beispiel habe die gestiegene Nachfrage in Asien zu den Preiserhöhungen in Deutschland geführt.
Im nächsten Jahr nun sollen die Preise ebenfalls ansteigen – allerdings auf moderatem Niveau. Wegen steigender Getreidepreise könnte Brot in 2008 noch einmal etwas teurer werden. Auch der Preis für Schweinefleisch werde im Laufe des kommenden Jahres aller Voraussicht nach anziehen. Verglichen mit anderen Ländern in Europa

seien Lebensmittel in der Bundesrepublik aber immer noch billigt: Nur in den Niederlanden, Polen, Portugal, Spanien, Tschechien und Ungarn seien Lebensmittel voriges Jahr noch günstiger im Preis gewesen. Trotzdem hätten die deutschen Verbraucher die jüngsten Preissteigerungen als drastisch empfunden, weil sie die hohen Lebensmittelpreise einfach nicht gewohnt seien.