Die einleitenden Worte zum Wikipedia-Artikel über den Haussperling lauten so: „Der Haussperling (Passer domesticus) – auch Spatz genannt – ist eine Vogelart aus der Familie der Sperlinge (Passeridae) und einer der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Singvögel. Der Spatz ist ein Kulturfolger und hat sich vor über 10.000 Jahren dem Menschen angeschlossen. Nach zahlreichen, teils beabsichtigten, teils unbeabsichtigten Einbürgerungen ist er mit

Ausnahme der Tropen fast überall anzutreffen, wo Menschen sich das ganze Jahr aufhalten. Der weltweite Bestand wird auf etwa 500 Millionen Individuen geschätzt. Nach deutlichen Bestandsrückgängen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor allem im Westen Mitteleuropas wurde die Art in die Vorwarnliste bedrohter Arten aufgenommen.“

In Deutschland gebe es laut Schätzungen zehn bis 20 Millionen Spatzen. Das sind ein Fünftel weniger als vor 30 Jahren. Allein in der Hauptstadt sind im Jahr 2007 zirka 120.000 Haussperlings-Brutpaare gezählt worden. War der Bestand bis vor einigen Jahren noch stabil, ist er nun leicht rückläufig. Zwar ist Berlin nach wie vor noch Spitzenreiter, was die Anzahl der Spatzen angeht, wie zum Beispiel auf „berlinonline.de“ berichtet wurde. Dennoch geht der Bestand zurück. Das Hauptproblem ist die Sanierung von Gebäudefassaden sowie der Wohnungsneubau, der mit Flächenverdichtung und -verlusten einhergeht, so Anja Sorges, Geschäftsführerin und Pressereferentin des Nabu Landesverbands Berlin. Wo Brutraum an Gebäuden fehlt, wo Sperlinge kein Nistmaterial mehr finden oder ihre natürliche Nahrung aus Grassamen und Insekten knapp wird, fühlt sich auch der robusteste Haussperling auf Dauer nicht wohl.