Ja genau, den Komödiant und Zeichner der Männchen mit den Knubbelnasen. Ihm zu Ehren findet im Berliner Film- und Fernsehmuseum bis zum 29. März die Sonderausstellung "Loriot. Die Hommage" statt, die der Künstler gestern höchstselbst eröffnete.

Besonders glamourös fühlte er sich dennoch nicht, eher bodenständig und ein wenig gealtert. "Eigentlich bin ich Opa Hoppenstedt. Das Alter trifft zu. Das Befinden trifft zu. Das Aussehen trifft zu," stellte der Ehrengast trocken fest. Und trotz seiner vielfältigen Begabungen kommentierte er bescheiden, "seit 85 Jahren ist es mir nicht gelungen, einer Arbeit nachzugehen, die man als Beruf bezeichnen könnte."

Bei der Ausübung seines "Nicht-Berufes" hat er unter anderem

72 Stunden Film- und Fernsehausschnitte geschaffen, die in der Ausstellung zu sehen sind. Genauso wie zahlreiche Bilder, Skizzen, Drehbücher, Skulpturen und Requisiten, die auf drei Stockwerken zu sehen sind.

Drei Themen lagen Loriot laut Aussteller sehr am Herzen: "Die mangelnden kommunikativen Fähigkeiten in der Gesellschaft, vor allem die zwischen Frauen und Männern; das Verhältnis von Mensch und Tier; und die Frage, was unser Leben mit den Errungenschaften der so genannten Hochkultur, den schönen Künsten, insbesondere mit der Musik, der Literatur und der Malerei zu tun hat – zu tun haben könnte."

Von zwei Loriot-Sketche wurde in der Ausstellung die komplette Studioeinrichtung arrangiert, "Die Zimmerverwüstung" und "Der Lottogewinner", die lassen sich immer dienstags bis sonntags bewundern.