Die neue Strassenbahn heisst "Flexity Berlin" und wurde eigens für Hauptstadt nach dem Vorbild des Bauhausstils designt. Doch die neue Bahn sieht nicht nur gut aus, sie bietet auch mehr Sicherheit und Komfort als die alten Modelle.

Der Zug ist vierzig Meter lang und der Fahrgastraum ist, durch neue Kameratechnik, vom Fahrer von vorne bis hinten einsehbar. Die Doppeltüren sind grösser als bisher, genauso wie der Fahrgastraum. Die "Flexity" hat mehr Stauraum für Fahrräder und Kinderwagen, oder auch Rollstühle. Für die bieten die neuen Waggons bequemere Einstiege und mechanische Rampen. "Die neue Straßenbahn will eine für alle Nutzer der Stadt zu sein", sagte Straßenbahndirektor Klaus-Dietrich Matschke.

Zur Unterhaltung der Passagiere und für Information über die aktuelle Verkehrssituation bei der BVG wird die neue Tram grosse Monitor haben, wie schon die Waggons der Berliner U-Bahnlinien.

An diesem Wochenende konnten Interessierte die Niederflurbahn testen. Von 10-16 Uhr gab es vom Alex aus kostenlose Testfahrten. Und es wurde ausgiebig getestet. Viele lobten die neue Tram als geräumig, komfortabel und leise, doch es gab auch Kritik. Ein Vorteil der Strassenbahn könnte sich als gefährlich erweisen. Die von der Firma Bombardier Transportation gebaute Niederflur-Strassenbahn ist noch leiser als die Tram die die momentan ihren Dienst tut. Damit ist die

Gefahr von einem nahezu geräuschlosen Zug angefahren zu werden noch grösser.

Ab morgen können sich Fahrgäste der Linie M4 ihr eigenes Bild machen. Die "Flexity" wird dann im normalen Linienbetrieb getestet. Bis zum Jahresende sollen drei weitere Probefahrzeuge geliefert sein, die dann auf den Linien M 2 (Heinersdorf–Alexanderplatz), M 5 (Zingster Straße–Hackescher Markt) und M 10 (Nordbahnhof–Warschauer Straße) unterwegs sein werden.