"mediaspree" ist der Name des gigantischen Bebauungsprojektes, dem wir schon den widerlichen O2-Arena-Klotz verdanken, für dessen riesige, virtuelle Werbeleinwand extra ein Stück denkmalgeschützter Mauer entfernt wurde. Die vollendete "mediaspree" soll sich über 3,7 km entlang der Spree, von der Jannowitzbrücke in Mitte bis zur Elsenbrücke am Osthafen, zwischen Treptow und Friedrichshain erstrecken.

Dumm nur das sich an dieser Uferlinie bereits zahlreiche alternative Kulturprojekte befinden, die den eigentlichen Charme der Gegend ausmachen und nicht nur den Anwohnern und Machern am Herzen liegen.

Die Anwohner denen Alternativkultur Schnuppe ist, sind aber auch nicht besonders scharf darauf das ihnen der Blick verbaut und der Zugang zum Ufer versperrt wird.

Carsten Joost ist seines Zeichens zwar Architekt, aber ihm ist längst nicht jeder

Neubau recht. Er hat dafür gesorgt das die Stimme der Berliner gehört wird, "Mediaspree versenken" gegründet, ein Bürgerbegehren auf die Beine gestellt und 16 000 Unterschriften für einen Volksentscheid zusammen getragen.

Heute wurde abgestimmt und auch wenn die Wahlbeteiligung nicht gerade geschichtsträchtig ist, es hat gereicht. Knapp 35 000 Kreuzberger und Friedrichshainer sind gegen "mediaspree" und für eine Änderung der Bebauungspläne . 27 389 Stimmen wurden benötigt.

"Nun ist der Berliner Senat gefordert", sagte auch Manuel Sahib, Vorsitzender der BVV-Grünen-Fraktion. Der Senat müsse es dem Bezirk genehmigen, das Votum der Bürger umzusetzen.

Mediaspree versenken!