„Als Erstes ist da der Geruch von Blut und Kaffee. Die Kaffeemaschine steht drüben auf dem Tisch, und das Blut ist in meinen Schuhen. Um ehrlich zu sein, es ist nicht nur Blut. Als der Ältere ,vierzehn‘ gesagt hat, hab ich mir in die Hose gepisst. Ich hab die ganze Zeit schräg auf dem Hocker gehangen und mich nicht gerührt. Mir war schwindlig. Ich hab versucht aufsusehen, wie ich gedacht hab, dass Tschick wahrscheinlich aussieht, wenn einer

,vierzehn‘ zu ihm sagt, und dann ich ich mir vor Angst in die Hose gepisst. Maik Klingenberg, der Held. Dabei weiß ich gar nicht, warum jetzt die Aufregung. War doch die ganze Zeit klar, dass es so endet. Tschick hat sich mit Sicherheit nicht in die Hose gespisst.“
Mit diesen Worten beginnt der Roman von Wolfgang Tschick. Die 49 Kapitel sind in der Hardcover-Ausgabe auf 254 Seiten verteilt. Am zitierten Auszug wird deutlich, dass der Ich-erzählende Protagonist Maik Klingenberg heißt und sein aus Russland kommender Freund Tschick. Des Weiteren wird erkennbar, dass der Roman in einer lockeren Sprache geschrieben ist. Dennoch ist er nicht nur für Jugendliche interessant: Auch Leser älteren Semesters können bei der Lektüre Spaß haben – und sich in ihre Jugendzeit zurückerinnern. „Tschick“ von Wolfgang Herrnsdorf wurde mehrfach ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Clemens-Brentano-Preis und dem Hans-Fallada-Preis. Als Hardcover kostet „Tschick“ 16,95 Euro, als Taschenbuch, das es bereits seit dem 1. März 2012 im Handel gibt, 8,99 Euro. Das E-Book erschien einen Monat eher und kostet genauso viel wie die Taschenbuchausgabe.