„Chai“ ist die Kurzform von „Masala chai“, einer Zusammensetzung aus dem Hindi-Wort „masala“ für „Mischung“ und dem Wort „Chai“, das vom chinesischen Wort „chá“ für „Tee“ abgeleitet ist. Mit „Masala chai“ wird im Raum Südasien ein Getränk bezeichnet, in dem Schwarztee, Milch, Zucker und Gewürze enthalten sind. Hierzulande kommt in einen Chai, der

in einem Restaurant oder einer Bar serviert wird, meist keine Milch.

Das sind die wichtigsten Chai-Gewürze und ihre Aroma- und Geschmacksnoten:

- Anis / Sternanis: voll, süß - Ingwer: frisch-fruchtig, scharf
- Kardamom: scharf
- Gewürznelken: intensiv, fruchtig-pfeffrig
- Pfeffer: scharf
- Süßholzwurzel: harzig, lakritz-süß - Zimt: fruchtig

Viele Familien in Indien haben ihr eigenes Masala-chai-Rezept. Die Hauptbestandteile jedes Chai sind starker Schwarztee, dessen Geschmack trotz der Gewürzmischung erkennbar bleiben sollte, sowie Zucker und Milch. Außer die in der Liste bereits erwähnten Gewürze können im Chai auch Indische Lorbeerblätter, geriebene Muskatnuss und/oder Safran(fäden) enthalten sein.

Meistens werden erst die Gewürze aufgekocht und dann Tee, Zucker und Milch hinzugegeben, um die Mischung noch einmal aufzukochen – je nach Ziehzeit des verwendeten Schwarztees. Anschließend sollte der vom Herd genommene Topf für ein paar Minuten abkühlen, bevor der Chai serviert wird. Das Süßen mit Honig, Sirup oder Zucker steht jedem frei.

Und so könnte ein Chai-Rezept aussehen (für 6 Personen):

- 6 Scheiben Ingwer, in dünne Streifen geschnitten
- Samen aus 6 Kardamomkapseln
- 3 Gewürznelken
- 1 EL Fenchelsamen
- 1 TL Anis
- 1 Stange Zimt
- 4 EL Schwarztee
- 6 Tassen Wasser
- 4 Tassen Milch