Rhabarber wird auch als Krauser Rhabarber oder Gemüse-Rhabarber bezeichnet. Der botanische Name lautet Rheum rhabarbarum. Im 16. Jahrhundert wurde er in Russland angebaut, ab dem 18. Jahrhundert in weiteren Gebieten Europas. In Schriftquellen wird der Anbau das erste Mal im Jahr 1753 in England erwähnt. In Deutschland wurde Rhabarber für den Handel erstmals 1848 in Hamburg angebaut. In den

USA gilt Rhabarber per Gesetz seit 1947 als Obst.
Dabei gehört er zum Gemüse: Er ist eine als Staude wachsende Pflanze mit großen Blättern und langen fleischigen grünen bis hellroten Blattstielen, die für die Weiterverarbeitung verwendet werden. Je nach deren Sorte und Alter ist es notwendig, die Stiele zu schälen oder nicht. Aus ihm kann neben Konfitüre und Kompott außerdem Saft und Most gemacht werden und er eignet sich fürs Kuchenbacken. In Rezepten für herzhafte Gerichte kommt er selten vor.
Rhabarber hat wenig Kalorien. Er enthält viel Vitamin C sowie in puncto Mineralstoffe reichlich Kalium, Calcium, Phosphor und Magnesium. Pektin und Antrahchinome, die förderlich für die menschliche Darmflora sind. Das macht ihn ideal als Zutat für Diät- oder Fastenkurrezepte. Gärtner nutzen den Sud aus den Wurzeln des Rhabarbers als natürliches Pflanzenschutzmittel gegen Blattläuse. Weil Rhabarber des Weiteren Oxalsäure beinhaltet, sollte er weder in Gefäßen aus Metall aufbewahrt noch gekocht werden. Die Oxalsäure ist ideal, um Messing zu reinigen und Flecken zu entfernen. Im Kühlschrank kann Rhabarber in ein feuchtes Tuch eingewickelt im Gemüsefach zirka zwei Tage lang frisch gehalten werden. Er kann zudem roh tiefgefroren werden.