Doch was bedeuten die E-Nummern eigentlich? Und welche Farbe verbirgt sich jeweils dahinter? Das steht zum Beispiel in der Datenbank unter www.zusatz-stoffe.online.de:

- E 100: Goldgelb bis Orange (Kurkumin), aus dem Wurzelstock des Gelbwurz, in Maßen konsumiert unbedenklich
- E 102: Zitronengelb (Tartrazin), künstlicher Farbstoff, kann allergische Reaktionen hervorrufen, kann die Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen
- E 104: Chinolingelb, durch chemische Kondensation aus Chinolin und Phtalsäureanhydrid
gewonnen, häufiger Auslöser für Allergien und Asthma
- E 110: Gelborange S beziehungsweise Gelborange RGL: künstlicher Farbstoff, kann allergische Reaktionen hervorrufen
- E 120: Rot (Karmin), aus getrockneten Weibchen der Scharlach-Schildlaus, kann zu allergischen Haut- und Atemwegsreaktionen führen
- E 122: Azorubin, chemisch synthetisierter Farbstoff, kann allergische Reaktionen hervorrufen, Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen
- E 127: Rosarot (Erythrosin), aus der Jodierung von Fluorescein, in Maßen konsumiert unbedenklich
- E 132: Blau (Indigotin), aus Färberwaid oder Indigo-Pflanze gewonnen, gilt als
unbedenklich
- E 140: Grün (Chlorophylle), chemische Extraktion aus grünen Pflanzenblättern, gilt als unbedenklich
- E 151: Brillantschwarz, künstlicher Farbstoff, kann zu allergischen Haut- und Atemwegsreaktionen führen

Einige dieser Farbstoffe sind allerdings gar nicht zum Eierfärben zugelassen wie etwa E 127. Auch diese Informationen sind im Portal „zusatzstoffe-online.de“ zu finden.

Übrigens wurden gefärbte Eier in Deutschland erstmals im frühen 13. Jahrhundert erwähnt. Das Wort Osterei hingegen erscheint erst im 14. Jahrhundert. Damals kam es

noch in der Bedeutung des zu Ostern abzuliefernden Zinseis daher. Damit war die Eierspende gemeint, die zu dieser Zeit als Steuerabgabe der Bauern an ihren Grundherren galt und am Gründonnerstag in Form von Eiern gezahlt wurde. Erst 1617 spricht Puteanus in seinem Werk Ovi enconium von beschrifteten, bemalten und geätzten Ostereiernx.