Das Lamm beziehungsweise eine junge Ziege symbolisiert die Wehrlosigkeit gegen wilde Tiere, den Scherer und den Schlächter; es ist das klassische Opfertier im Alten Testament. Auch Jesus Christus wird als Lamm bezeichnet: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt“ (Johannesevangelium 1, 29). Im christlichen Altertum wurde Lammfleisch unter den Altar gelegt zur Weihe, um es am Auferstehungstag als erste Speise zu essen. Das Lamm ist symbolisch zum Lamm Gottes geworden. Es symbolisiert die Unschuld Christi.
Zum jüdischen Passahfest wird zum Gedenken an Gott ein Lamm geschlachtet. Heute kommt dem Osterlamm noch große religiöse Bedeutung im griechisch-orthodoxen Christentum zu.
Das Osterlamm steht also als Symbol für die unschuldigen Hingabe, das Sterben von Jesus. Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts war Lammbraten fester Bestandteil der österlichen Festtafel. Nach und nach wurde immer öfter Hase statt Lammbraten zubereitet. Ohne Rücksicht auf die Jungtiere fanden österliche Hasenjagden statt, die am Karfreitag beendet sein mussten. Heutzutage werden traditionell am Gründonnerstag für das Osterfrühstück die Osterlämmer gebacken. Sie bestehen aus Biskuitteig, für den folgende Zutaten benötigt werden:

Für den Rührteig:

• 100 g Marzipanrohmasse
• 2 Eier
• 75 g Butter
• 50 g Zucker
• 1 Päckchen

Vanillezucker
• 1 Prise Salz
• 10 Tropfen Bittermandelöl
• 80 g Weizenmehl (Typ 405)
• 20 g Speisestärke
• 1 gestrichener TL Backpulver

Für die Verziehrung (einfache Variante):

• Puderzucker zum Bestäuben

Für die Verziehrung (Originalvariante der Fa. Zenker):

• 175 g Puderzucker
• 1 Eiweiß • einige Tropfen Bittermandelöl
• gelbe Speisefarbe
• 1 ganze Mandel
• braune Zuckerschrift

Außerdem:
• 250 g Puderzucker
• 1 Eiweiß

Wie das Osterlamm zubereitet wird, steht (mit Bildern versehen) hier.