Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift "National Academy of Sciences" veröffentlicht.

Die Forscher prüften die genetische Zusammensetzung der auf Handflächen vorkommenden Bakterien und fanden dabei rund 4.700 unterschiedliche Bakterientypen. Eine erstaunliche Vielfalt. Davon fanden sich laut der Studie nur fünf Arten auf den Händen aller Getesteten. Noch dazu unterscheiden sich die Vorkommen von Bakterien

auf der linken von der auf der rechten Hand. Nur 17 Prozent der Bakterienarten waren gleichzeitig auf beiden Händen vorhanden.

Eine durchschnittliche Hand beherberge rund 150 unterschiedliche Bakterienarten, erklärte der Biologe und Ko-Autor Noah Fierer. Das sich auf Frauenhänden eine größere Vielfalt an Bakterien befände als auf Männerhänden könne am jeweiligen pH-Wert liegen. Männliche Haut besitzt einen niedrigeren pH-Wert und ist damit säurehaltiger. Außerdem unterscheiden sich weibliche und männliche Hände durch unterschiedliche Schweißproduktion und die Dicke der Haut. Auch das benutzen von Handcremes kann die Bakterienvielfalt verändern.

Was die Vielfalt dagegen nicht verändert ist regelmäßiges Händewaschen. Jedoch seien einige Typen nach dem Waschen weniger präsent, während sich andere besonders stark vermehrten. Soviel zu der Vorstellung Hände waschen könne Bakterien komplett beseitigen. Trotzdem besteht kein Grund zur Besorgnis. "Die große Mehrzahl der Bakterien auf der Haut unserer Handflächen ist nicht krankheitserregend, einige schützen sogar gegen Krankheitserreger", sagte der Ko-Autor Rob Knight.

Trotzdem empfiehlt es sich sich regelmäßig die Hände zu waschen. So kann Hände waschen zum Beispiel Erkältung vorbeugen, sogar noch mehr als die Einnahme von Vitaminen.