Die Wissenschaftler liessen 40 Probanden zwischen 21 und 29 Jahren mit Hilfe der bekannten Spielekonsole "Wii" und vergleichbare Produkten trainieren. Dabei handelte es sich um Testsportler vom Fach, nämlich um weibliche und männliche Sportstudenten. Sie sportelten vorm Bildschirm beim Boxen, Tennis und Vierkampf. Dabei wurden Belastungsfaktoren wie die Herzfrequenz und Laktatwerte gemessen. Zusätzlich schätzten

die Sportler selbst die Betätigungen ein.

Das Ergebnis überrascht sicher niemanden der einmal "Wii Sports" oder ähnliches gespielt hat. Die Sporteinheiten sind im Vergleich zu effektiven Trainingseinheiten viel zu kurz und die Sensoren der Spielecontroller reagieren so empfindlich, das für die auszuführenden Bewegungen keine besondere Anstrengung nötig ist. So schätzen die Testsportler es ein und das bestätigten auch die Laborwerte.

Noch dazu fehlen die positiv bestärkenden Faktoren die beim Ausführen einer echten Sportart eine Rolle spielen. Interaktion mit anderen Sportlern, das Erleben der Natur beim Sport im Freien und ähnliches. Sportmediziner Klaus Völker fasste zusammen das "virtueller Sport allenfalls Bewegung ist und echten auf keinen Fall ersetzen kann". Dennoch räumt er ein das ein Computerspiel bei dem man sich Bewegen muss, um es zu spielen immer noch besser ist, als eines bei dem man auf der Couch liegt.

Und Konsolensport kann noch in einem anderen Bereich sinnvoll sein. Nämlich für Senioren die was sportliche Betätigung angeht eingeschränkt sind. Für sie ist das Spielen mit der Konsole ein guter Bewegungsersatz und hält zusätzlich die grauen Zellen fit.