Das Wort „Propolis“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Vorstadt“, denn die Silbe „pro“ heißt „vor“ und die Vorsilbe „pólis“ heißt „Stadt“. Das deutet auf die Bienen, weil Propolis oft am Flugloch eines Bienenstocks gefunden wird. Im Übrigen wird Propolis auch als „Bienenharz“, „Bienenleim“, „Bienenkittharz“ sowie als „Kittharz“ oder „Kittwachs“ bezeichnet.

Was genau ist Propolis?
Das ist nicht einfach zu beantworten, denn in dem Gemisch befinden sich viele unterschiedliche Stoffe. Das hängt auch davon

ab, wo ein Bienenvolk sammelt. In jedem Fall hat die harzige Masse eine antibiotische, antivirale und antimykotische Wirkung. Bienen sammeln den Harz im Herbst von Knospen und Zweigen, zum Beispiel denen von Birken, Fichten, Pappeln, Kastanien und Weiden.

Bienen dichten mit Propolis kleine Löcher, Spalten und Ritzen im Bienenstock ab. Dort herrschen bei rund 35 °C und hoher Luftfeuchtigkeit ideale Bedingungen für Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilzsporen. Vorhandene Erreger können durch Propolis sogar abgetötet werden.

Und der Mensch?
Propolis wird seit Jahrtausenden für kosmetische und für Heilzwecke verwendet, vor allem in Osteuropa. Zum Beispiel gibt es in Rumänien eine Spezialklinik für Apitherapie – „Apis“ heißt „Biene“.

Durch das mit Drüsensäften der Bienen angereicherte Harz wird das menschliche Immunsystem stimuliert. Krankheitserreger werden daran gehindert, sich im Körper auszubreiten. Propolis besteht zu ungefähr 50 Prozent aus Harz und Balsam, zu ungefähr 30 Prozent aus Wachs, zu ungefähr 10 Prozent aus ätherischen Ölen, zu ungefähr fünf Prozent aus Pollen und zu ungefähr fünf Prozent aus anderen Substanzen wie Mineralstoffe und Spurenelemente.

Im Handel gibt es Propolis-Produkte wie etwa Bonbons, Kapseln, Kaugummis, Tabletten und Tropfen sowie Propolis-Körperpflegeprodukte wie Seifen, Shampoos, Hautcremes, Zahnpasten und Mundwässer. Propolis kann in Naturkosmetik zudem als Konservierungsmittel vorkommen.