Also entschuldigt, ich bin durchaus für gesunde Ernährung. Ich liebe grünen Jasmintee, mag fast jede Art von Obst und kann Sahne, Butter und Burgern nichts abgewinnen. Fleisch esse ich nicht. Dennoch, wenn ich ins Kino gehe will ich keinen Tee trinken und an einem Apfel knabbern. Da esse ich Chips, Popcorn und unanständig große Mengen von gemischten Weingummisorten und Lakritz. Das gehört so im Kino. Punkt.

Wie kommt man dazu anzuprangern, dass die "sieben meistbesuchten Kinos in Deutschland" keine "gesunde Alternativen wie Obst, Sandwiches oder Salate" anbieten? Ach bitte, ich soll im Halbdunkel eines Kinosaals Salatblätter aufspießen?

"53 Prozent der Kinogänger zwischen

18 und 45 Jahren kaufen im Kino immer etwas zu essen oder zu trinken, 67 Prozent greifen am liebsten zu Popcorn, 65 Prozent trinken zuckerhaltige Softdrinks wie Cola, ergab eine ergänzende repräsentative forsa-Umfrage der Gesundheitszeitschrift in Zusammenarbeit mit der DAK."

Der einzige Kritikpunkt, den ich nachvollziehen kann, ist die Tatsache, dass in keinem der besuchten Kinos Softdrinks in einer Menge unter 0,3 Litern angeboten werden, in einem sogar nicht unter 0,5 Liter. Ein halber Liter Cola zum Popcorn, ist gerade für Kinder wirklich zu viel des Guten. Noch dazu werden viele Menüs angeboten, die den Besucher verführen teilweise zu große Snackportionen während des Films zu verputzen.

Expertin Dr. Ute Alexy vom Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund: "Die Mengen liegen deutlich über den tolerierten täglichen Werten. Ein 10- bis 12-Jähriger beispielsweise sollte maximal 220 Kalorien pro Tag durch Süßes aufnehmen - die sind schon mit 0,5 Liter Limonade erreicht. Und gerade zuckerhaltige Getränke steigern bei Kindern das Risiko für Übergewicht deutlich, weil sie nicht wirklich satt machen."

Also, alles in Maßen. Obwohl ich vermute das der Durchschnittsbürger bei den heutigen Kinopreisen ohnehin nicht häufiger als ein mal im Monat ins Kino geht. Da wäre dann eine Überdosis Fast-Food kein allzu großes Problem.