Allein in Deutschland werden täglich etwa 15.000 Blutspenden benötigt, um Menschenleben retten zu können. Viele haben Angst, weil sie nicht wissen, was genau bei einer Blutspende passiert: Für den Spender ist diese Angst unbegründet. Bevor gespendet werden darf, muss nämlich zunächst ein detaillierter Fragebogen ausgefüllt werden zum Gesundheitszustand. Die Abnahme des Blutes wird mit Einwegbesteck vorgenommen, so dass eine Infektion über Nadeln ausgeschlossen ist. Ungefähr ein halber Liter Blut wird entnommen.

Wer zu einem Blutspendetermin geht, sollte rund eineinhalb Stunden Zeit mitbringen und den Personalausweis. Vorab sollte reichlich Wasser getrunken werden – am besten mindestens 1,5 Liter – und das Essen sollte fettarm sein. Alkohol darf auch am Abend vorher nicht getrunken werden.

Der Verlust eines halben Liter Blutes wird schnell vom Körper kompensiert:

  • der Kreislauf ist nach 20 Minuten bereits wieder im Normalzustand,
  • der Ausgleich der Flüssigkeit tritt von zwei Stunden ein,
  • das Plasmaeiweiß ist nach zwei Tagen ersetzt,
  • die Blutzellen sind noch zwei Wochen vollständig ersetzt und
  • der Eisenmangel ist im Normalfall nach acht Wochen wieder ausgeglichen.

Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) als gemeinnützige Organisation wird kein Geld für das Blutspenden gezahlt. In größeren Städten gibt es kommunale und

private Blutspendedienste. Einige Krankenhäuser haben so genannten Blutbanken, wo gegen eine Aufwandsentschädigung Blut gespendet werden kann – das Gleiche gilt für das Spenden von Blutplasma. Aber Achtung: Frauen können maximal viermal pro Jahr, Männer maximal sechsmal im Jahr Blutspenden, damit sich der Körper regelmäßig erholen kann.