Als „Stottern“ wird die ständige Unterbrechung des Redeflussses, meist verbunden mit mehrmaligem Wiederholen von Buchstaben oder Wortteilen, verstanden. Der Stotternde möchte etwas sagen, ist jedoch nicht in der Lage, das Wort oder den Satz ohne Unterbrechung zu sprechen. In der Bundesrepublik sind etwa 800.000 Menschen betroffen, davon 120.000 Kinder und Jugendliche.

Auf der Homepage des Istituts der Kasseler Stottertherapie werden die Inhalte dieser Therapieform wie folgt zusammengefasst:

„Die Kasseler Stottertherapie ...

• hat ein neues Therapiekonzept: in einem 2-wöchigen Intensivkurs wird ein neues weiches Sprechmuster eingeübt, mit dem eine gute Sprechkontrolle möglich ist und das die mit dem Stottern verbundenen Vermeideverhalten in allen Lebensbereichen abbaut.
• verbindet die Prinzipien des fluency-shaping – eine in den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien seit einem Vierteljahrhundert etablierte Therapieform – mit Körperarbeit, Kommunikations- und Selbstsicherheitstraining sowie psychotherapeutischen Elementen.
• ist eine Gruppentherapie zur Behandlung stotternder Jugendlicher ab 13 Jahren und Erwachsener.
• vermittelt dem Stotternden in systematischer Form die Grundfähigkeiten für flüssiges Sprechen: das Zusammenspiel von Atmung, Stimme und Artikulation.
• ist überzeugt, dass Stottern keine seelischen Ursachen hat und die psychosozialen Auffälligkeiten beim Stotternden Folgeerscheinungen des Stotterns sind und nicht umgekehrt.
• kann belegen, daß die neu gelernte Sprechkontrolle auch anhaltende positive Auswirkungen auf die Emotionen und Einstellungen des Stotternden hat.
• glaubt, daß Computer mehr können als nur rechnen, und setzt daher flunatic! ein – eine neue Software für das Sprechtraining.
• legt auf die Umsetzung des neuen Sprechmusters des gefühlten weichen Sprechens

allerhöchsten Wert und übt es in vielfältigen alltäglichen Sprechsituationen wie Telefonieren, Vorträge halten, Passantenbefragungen außerhalb des geschützten Therapieraums ein.
• bietet dem Klienten nach der Intensivtherapie ein langfristiges und vielschichtiges Nachsorgekonzept und nennt das Rückfallprävention.“

Für Kinder im Alter von sechs bis neun Jahre wurde ein Intensivprogramm entwickelt unter der Bezeichnung „FranKa“: Auf sechs Tage sind die Intensivtherapie mitsamt strukturierter Nachsorge angelegt, in der die Kinder die so genannte Kunst des weichen Sprechens erlernen.
Übrigens übernehmen die meisten Krankenkassen die Therapiekosten der Kasseler Stottertherapie, was deutlicht macht, dass die Krankenkassen von der Seriosität der Kasseler Stottertherapie und ihrer hohen Erfolgsquote überzeugt sind.