Der deutsche Name „Rosmarin“ ist abgeleitet von der lateinischen Pflanzenbezeichnung „ros marinus“: Das Wort „ros“ heißt „Tau“ und „ros marinus“ heißt „Tau des Meeres“. Das wird damit begründet, dass Rosmarinsträucher an den Küsten des Mittelmeeres wachsen, wobei sich nachts der Tau in den Blüten der Sträucher sammle.
Zur Namensherkunft gibt es noch eine Deutungsweise. So sei „ros marinus“ eine Ableitung von „rhops myrinos“. Das ist Griechisch und kann mit „balsamischer Strauch“ übersetzt werden. Zudem ähneln sich die griechischen Wörter für „Rosmarin“ und „Weihrauch“: „libanotis“ und „libanos“.

Zur Heilwirkung von Rosmarin
Naturheilkundlich wird Rosmarin als Tee empfohlen, wenn der Kreislauf und/oder der Appetit angeregt werden soll oder wenn jemand Blähungen hat. Rosmarin wirkt galle- und harntreibend und rege insbesondere die Bildung der Magen-Darm-Säfte sowie die Blutzufuhr zu den Unterleibsorganen an.
Wenn Rosmarin äußerlich als Badezusatz angewendet wird, sollen ebenfalls der Kreislauf und die Durchblutung angeregt werden – bei Zerrungen soll das ebenfalls eine Wohltat sein. Guttun soll ein Rosmarinbad auch bei Gicht und Rheuma. Rosmarinsalbe und Rosmarinspiritus werden gehen Rheuma und Migräne genutzt. Die Heilung von Wunden wird durch Aufgüsse mit Rosmarin gefördert – diese wirken desinfizierend.

Zur Schönheitswirkung von Rosmarin
Das ätherische Öl wird aus den Blättern des Rosmarin gewonnen. Laut des Europäischen Arzneibuchs wirkt Rosmarinöl antimikrobiell gegen viele Bakterien, Hefepilze und Schimmelpilze. Auf der Haut wirkt es durchblutungsfördernd.
Vor allem ist Rosmarin ein Bestandteil in Kosmetikprodukten für reife, fettige oder unreine Haut. Das Öl soll des Weiteren freie Radikale unschädlich machen. Der internationale Name in puncto Inhaltsstoffliste lautet „Rosmarinus Officinalis Leaf Oil“.

Achtung: Eine zu hohe Dosis Rosmarin kann Rauschzustände und Krämpfe verursachen. Tagesdosen von sechs Gramm Blätter für Teeaufgüsse, 50 Gramm zum Baden und 20 Tropfen ätherisches Öl sollten nicht überschritten werden. Schwangeren wird generell davon abgeraten, Rosmarin einzunehmen.

Rosmarinus Officinalis: Diashow

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