Die fünfte Empfehlung lautet- in der erweiterten, modernen Fassung von Thich Nhat Hanh:

"Im Bewusstsein des Leides, das durch unachtsamen Umgang mit Konsumgütern entsteht, gelobe ich, für mich selbst, meine Familie, meine Freund/innen und die Gesellschaft auf körperliche und geistige Gesundheit zu achten, indem ich achtsames Essen, Trinken und Konsumieren übe.
Ich will nur das zu mir nehmen, was den Frieden und das Wohl meines Körpers und Geistes fördert und was ebenso der kollektiven körperlichen und geistigen Gesundheit meiner Familie, meinen Freunden/innen und der Gesellschaft dient.
Ich bin entschlossen, auf Alkohol oder andere Rauschmittel zu verzichten und keine Nahrungsmittel oder andere Dinge zu konsumieren, die mir schaden könnten, wie zum Beispiel bestimmte Fernsehprogramme, Zeitschriften, Bücher, Filme und Gespräche.
Ich bin mir bewusst, dass ich meinen Vorfahren, meinen Eltern, der Gesellschaft und künftigen Generationen unrecht tue, wenn ich meinen Körper und meinen Geist derart schädigenden Einflüssen aussetze.
Ich will daran arbeiten, Gewalt, Angst, Ärger und Verwirrung in mir selbst und in der Gesellschaft zu transformieren, indem ich eine maßvolle Lebensweise übe.
Mir ist bewusst, dass eine maßvolle Lebensweise entscheidend ist für meine eigene Veränderung und für die Veränderung der Gesellschaft.

Geleitete Meditation

  1. Einatmend spüre ich wie ich einatme Ausatmend spüre ich wie ich ausatme
  2. Einatmend sehe ich mich den Supermarkt (Aldi, Kaisers, Obi, Biomarkt etc.) betreten Ausatmend bin ich bereit, voller Achtsamkeit einzukaufen
  3. Einatmend bemerke ich die herabgesetzten Preise für einige Artikel - Schnäppchen/Ecke Ausatmend spüre ich, wie der Wunsch in mir aufsteigt, diese Artikel zu kaufen
  4. Einatmend kehre ich zurück zu der Insel meiner Achtsamkeit Ausatmend gelobe ich, nur

    das zu kaufen, was auf meiner Liste steht

  5. Einatmend freue ich mich, ganz achtsam zu sein und mich nicht von unnötigen Dingen wegtragen zu lassen Ausatmend freue ich mich, dass ich nur das eingekauft habe, was ich wirklich brauche
  6. Einatmend erfreue ich mich an meiner Freiheit von Konsumzwang Ausatmend bin ich mir der Kostbarkeit meiner geistigen Übung der Achtsamkeit und des Loslassens bewusst
  7. Einatmend genieße ich die ganze Fülle der Einatmung Ausatmend genieße ich die ganze Länge der Ausatmung