"Die Nachfrage ist in diesem Jahr explosionsartig gestiegen", sagte die beratende Apothekerin der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Brandenburg, Marianna Kaiser, in Potsdam der Deutschen Presse-Agentur dpa. Auch in der Hauptstadt nutzten laut KV Berlin zahlreiche Menschen die Schutzimpfung. Genaue Zahlen gibt es zwar noch nicht. Die Nachfrage ist allerdings so groß, dass der Impfstoff knapp wird, wie das Institut für durch Zecken übertragene Krankheiten in Brandenburg mitteilte.

Was kann man sonst noch gegen Zecken

tun? Der Holzbock ist vor allem am frühen Morgen und abends aktiv. Besonders wohl fühlt er sich im feuchten, hohen Gras und im Unterholz, bei Temperaturen über 7 Grad. Darunter fällt er in Winterstarre. Es gibt Zecken nicht nur im Wald, sondern genauso in Gärten und Parks.

Hat das Krabbeltier erst mal seinen Wirt gefunden fühlt es sich im Schambereich, unter den Achseln und in den Kniekehlen wohl. Zecken übertragen über 50 Krankheiten. Die ernsthaftesten sind FSME und Borreliose. Etwa jede 3. Zecke überträgt Borreliose. Eine Infektion zeigt sich durch einen sich ausbreitenden roter Fleck. Die sogenannte Wanderröte.

Guten Schutz gegen die Spinnentiere bieten die Zeckenschutzmittel Zanzarin und Autan. Das hat Stiftung Warentest bestätigt. Hat man dennoch eine Zecke im Fleisch stecken, muss sie so schnell wie möglich entfernt werden um eine Infektion zu verhindern. Mit einer Pinzette oder "Zeckenkarte" so dicht an der Haut wie möglich greifen und herausziehen. Nicht drehen oder quetschen und kein Öl, Butter oder sonst etwas auf das Tier schmieren. Ein "Todeskampf" der Zecke erhöht das Infektionsrisiko.

Im Frühjahr und im Sommer lässt sich bei den örtlichen Gesundheitsämtern eine möglichen Zecken-Gefährdung erfragen.