Werbung für Schlankeitspillen, Abnehmmittel und Co. sind auf Plakaten, in Zeitschriften, im Fernsehen und im Internet zu sehen. Dabei seien die meisten dieser Produkte wirkungslos. Es könne sogar sein, dass einige die Gesundheit gefährden. Diese Ansicht vertritt die Verbraucherzentrale Hamburg, die Ende Januar dieses Jahres eine Broschüre zu Schlankheitsmitteln veröffentlicht hat.

Schlankheitsmittel und ihre Inhaltsstoffe
„Speziell in Produkten,

die über das Internet vertrieben werden, ist oft nicht das drin, was deklariert ist“, wird Karin Riemann-Lorenz, Fachfrau zum Thema Ernährung, in einer Pressemitteilung der Hamburger Verbraucherzentrale zitiert.

Beispielsweise seien bei Tests in sogenannten Naturprodukten oder in Schlankheitskaffees Substanzen wie Sibutramin und Ephedrin nachgewiesen wurden, ohne dass das auf der Packung oder auf dem Beipackzettel stand.
Diese Mittel sind in Deutschland nicht zugelassen: Sie können erhöhten Blutdruck, eine erhöhte Herzfrequenz und ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden, zur Folge haben. Auch Schlankheitsmittel, die in Apotheken verkauft werden, seien „nicht immer sinnvoll oder frei von Nebenwirkungen“.

In der Broschüre „Schwarze Liste der Schlankheitsmittel: Wirkstoffe, Nebenwirkungen, Produktnamen und Alternativen“ der Verbraucherzentrale werden 100 Schlankheitsmittel genannt, erklärt und bewertet. Zudem sind darin Informationen zu den Verkaufsstrategien der Anbieter und Tipps für ein erfolgreiches Abnehmen enthalten.

Die Broschüre kostet 1,80 Euro. Sie liegt im Infozentrum der Verbraucherzentrale Hamburg an der Kirchenallee 22 aus, wo sie zu den Öffnungszeiten abgeholt werden kann. Als PDF-Datei steht sie online unter www.vzhh.de zu Verfügung.
Auf dem Postweg wird sie zugeschickt, wenn zuzüglich zwei Euro für Porto und Versand gezahlt werden – eine Bestellung ist online oder telefonisch unter der Rufnummer 040 24832104 möglich.