Die Geschichte der finnischen Sauna ist vermutlich so alt, wie es Menschen in Finnland gibt. Die ersten Finnen lebten 6500 vor Christus in einfachen Erdhöhlen, die mit Torf bedeckt waren. Als Wärmequelle in diesen Behausungen diente meist ein Steinhaufen, in dessen Mitte tagsüber ein Feuer gemacht wurde. Die Steine erwärmen sich

und speicherten die Wärme lange, so dass man auch nachts in der Höhle Wärme hatte, ohne auf ein offenes Feuer achten zu müssen. Irgendwann fand man heraus, dass der Wärmereiz intensiver war, wenn man Wasser auf den heißen Steinen verdampfen ließ. Das war die Geburt der finnischen Sauna.

Römische Bade-Kultur

Die Badekultur der Römer und damit die Geschichte der römischen Dampfbäder entwickelten sich in der Zeit von 100 vor Christus bis etwa 200 nach Christus. Die römischen Bäder waren zumindest in ihren Hochzeiten komplette Dienstleistungsbetriebe, die sich dem körperlichen Wohlbefinden verschrieben hatten, aber auch wichtige Kommunikationszentren waren.

Ein großes römisches Bad hatte meist mehrere Räume und ließ den Besuch zu einem Zeremoniell werden. Im Auskleideraum (apodyterium) entkleidete man sich. Zur Erwärmung des Körper ging man entweder in die palaestra (einem von Säulen umgebenen Innenhof), um sich sportlich zu betätigen, und danach in die sudationes (Warmlufträume) - oder man setzte sich gleich in das Schwitzbad (laconicum). Dieses ist am ehesten vergleichbar mit unserer heutigen Sauna. Anschließend gingen die alte Römer in das caldarium (Warm- bzw. Heißwasserbad). Der Körper wurde nun langsam wieder abgekühlt, denn auf das tepidarium (Warmluftraum), ein Raum mit mittlerer Temperatur, folgte das frigidarium, ein Kaltwasserbad.