Er heißt: "Möge ich fähig sein, die Samen der Freude und des Glücks jeden Tag zu erkennen und zu nähren."
Dieser Satz hat einen ziemlich hohen Anspruch, wenn wir hören, dass wir diese Samen von Freude und Glück jeden Tag erkennen und nähren sollen – nicht nur einmal in der Woche oder einmal im Monat, sondern jeden Tag!!!!
Es ist ein guter Satz um der Winterdepression zu begegnen, die manche von uns vielleicht gerade haben - eine Dharmafreundin erzählte mir vor kurzem davon: „Weißt du Annabelle... ich habe den Eindruck, ich bin so mitten in einer Winterdepression gelandet...“
Was sind die Samen von Freude und Glück?
Was sind die Bedingungen, dass es uns wirklich gut geht?
Wir könnten sehen, wie zauberhaft die Natur gerade ist, wenn die Schneeflocken so langsam fallen und alles in Weiß eingetaucht ist, und diese weiße Landschaft Stille in unseren Geist einkehren lässt.
Vielleicht sehen wir einen Menschen in der U-Bahn oder im Bus oder beim Warten in der Schlange auf der Post, und unsere Augen begegnen sich, und wir lassen ein Lächeln entstehen..... In diesem Augenblick fühlen wir uns verbunden mit diesem eigentlich ganz fremden Menschen. Diese Begegnung bringt Freude.

Eine der wichtigsten Bedingungen für die Entstehung von Freude und Glück ist, dass wir uns selbst und andere Wesen (Menschen und Tiere) nicht durch unsere Art des Denkens, Sprechens und Handelns verletzen.
Ein Beispiel: Mir passiert ein Missgeschick, und ich werfe ein Glas um.
Als Reaktion kann ich fluchen und mich durch Worte herabsetzen. „Bist du denn blöd...“ oder ich kann liebevolle Worte für mich finden: „Ach du kleiner Tolpatsch, es ist nicht so schlimm. Auch wenn dieses Glas kaputt ist, so sitzt die Glasscheibe im Fenster noch immer fest....“
Und bezogen auf Andere, gilt das Gleiche:
Ich kann Andere harsch kritisieren, wenn sie ungeschickt sind und Schwächen zeigen, oder ich kann sagen: „Ich sehe, dass das schwierig für dich ist. Kann ich dir irgendwie helfen?“
Dem Sprechen geht das Denken voraus, und ich habe immer die Wahl:
Ich kann mich mit verurteilenden und feindseligen Gedanken gegenüber mir selbst und Anderen identifizieren, oder ich kann Verstehen und Mitgefühl entwickeln und liebevolle Gedanken kultivieren.
Das gilt auch für meine körperlichen Handlungen. Ich kann einem alten Menschen, der am Stock geht und vielleicht nicht mehr so gut sieht anbieten, ihn sicher über die Straße zu begleiten, oder ich kann ihn anrempeln, weil er mir im Wege steht oder zu langsam geht.
Alle Gedanken, Worte und körperlichen Handlungen, die mir selbst und Anderen gegenüber Verstehen, Güte, Mitgefühl und Gelassenheit ausdrücken, nähren meine Samen der Freude und des tiefen Glücks in meinem Speicherbewusstsein,
Je mehr ich damit praktiziere. desto besser geht es mir, und ich kann jeden Tag morgens, wenn ich aufwache diesen Satz fünf Minuten mit der inneren Stimme wiederholen:
„Möge ich fähig sein, die Samen der Freude und des

Glücks jeden Tag zu erkennen und zu nähren.....“
Wir spüren dabei, wie der Atem sich einbringt, und dadurch kann unser Körper ganz durchlässig werden und Glückshormone freisetzen.
Durch die Wiederholung des Satzes ca 5-10 Minuten lang entsteht in unserem Geist eine wunderbare Konzentration, und diese Konzentration führt zur Freude der Meditation.
Diese wohltuenden Worte lassen durch die Wiederholung immer mehr Freude und Glück in all unseren Körperzellen entstehen, denn all unsere Zellen sind Träger von geistigen Energien.

Viel Freude und Glück bei der Wiederholung des Satzes!
"Möge ich fähig sein, die Samen der Freude und des Glücks jeden Tag zu erkennen und zu nähren!"