Carob ist ein Bio-Klassiker, den es bis heute nicht im Supermarkt gibt. Menschen, die keine Schokolade essen dürfen oder wollen, sollten einmal Carob probieren, wenn sie es noch nicht kennen. Denn wie Kakao lässt sich Carob zu Tafeln, Riegeln, Aufstrichen, Gebäck, Getränken und vielem mehr verarbeiten. Es ist fruchtig, karamellig, malzig mit einer weichen natürlichen Süße.
Quelle sind die Früchte des Johannisbrotbaums (Ceratonia siliqua), der in mediterranen Küstenregionen wächst. Bis zu 20 Meter hoch können die immergrünen Bäume werden und zudem sehr alt. Botanisch gehören sie zur Familie der Hülsenfrüchte. Die Früchte des Johannisbrotbaumes sind lange braune Schoten, die erst mindestens ein Jahr reifen müssen. Sie werden seit tausend Jahren von Hand geerntet. Das Carob-Pulver wird gewonnen, indem das süße Fruchtfleisch der Schoten schonend geröstet und gemahlen wird.
Carob enthält weniger Fett und Kalorien als Kakao. Durch seine natürliche Fruchtsüße muss nur wenig zusätzlich gesüßt werden. Carob ist reich an wertvollen Vitaminen und Mineralien, wie beispielsweise Vitamine der B-Gruppe, Eisen und Kalzium. Gleichzeitig ist es frei von Stoffen wie der im Kakao enthaltenen Oxalsäure, die die Aufnahme von Mineralien im Organismus behindert. Im Gegensatz zu Kakao ist Carob reich an Ballaststoffen und unterstützt die Verdauung. Besonders interessant sind die Resultate zweier Studien des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE): Das

entzuckerte Fruchtmark von Carob-Schoten senkte kurzfristig die Bluttfettwerte und kurbelte sogar die Fettverbrennung an. Die Forscher nehmen an, dass das synergetische Zusammenspiel sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe für den Effekt verantwortlich ist. Mit Naschen die Fettverbrennung in Gang bringen? Das wäre natürlich klasse. Aber für konkretere Aussagen muss weiter geforscht werden.