Immer mehr Kinder in den Industriestaaten entwickeln eine autistische Störung. Das wird auch in dem Arte-Film mit dem Titel „Hilfe bei Autismus? Die Rolle der Bakterien“ gesagt. Zudem wurde durch Forscher festgestellt, dass 70 Prozent der autistischen Kinder einen schwer geschädigten Darm beziehungsweise eine nicht normal funktionierende Darmschleimhaut haben: Über den Darm gelangen Nährstoffe ins Blut, die von dort aus auch zum Gehirn transportiert werden. Funktioniert dieser Vorgang nicht mehr richtig, wird das Gehirn unterversorgt mit Nährstoffen.

Doku „Hilfe bei Autismus? Die Rolle der Bakterien“

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Der Film wurde am Donnerstag, 14. Juni 2012, um 22:00 Uhr, auf Arte gesendet. Die englischsprachige Version der Dokumentation heißt „The Autism Engima“.

In einer wissenschaftlichen Studie, deren Ergebnisse am 3. Juli 2013 online hier veröffentlicht wurden, heißt es: „(...) wir zeigten, dass Autismus eng mit einer besonderen Mikroflora im Darm zusammenhängt, die sich durch verminderte Menge und Vielfalt sowie durch eine veränderte Zusammensetzung und Struktur mikrobieller Besiedelung charakterisieren lässt.“ Darüber hinaus schreiben die Forscher um Teamleiterin Dr. Rosa Krajmalnik-Brown: „Vor allem haben wir auch entdeckt, dass die Gattungen Prevotella, Coprococcus und nicht klassifizierte Veillonellaceae bei autistischen Kindern.“ Das sind die lateinischen Namen dreier Darmbakterien.

Das ist der genaue Quellennachweis zur Studie – in US-amerikanischer Zitierweise: Kang D-W, Park JG, Ilhan ZE, Wallstrom G, LaBaer J, et al. (2013) Reduced Incidence of Prevotella and Other Fermenters in Intestinal Microflora of Autistic Children. PLoS ONE 8(7): e68322. doi:10.1371/journal.pone.0068322 .

Zusammenhang?: Autismus – Impfung – Darm – Bakterien
Es gibt außerdem Stimmen, die sagen, dass der Darm von Menschen mit Autismus durch Impfungen im Kindesalter geschädigt worden sein könnte: „Warum ist das bedeutsam? Weil eine Impfstoff-induzierte Schädigung des Magen-Darm-Trakts eine der Hauptursachen bei der Autismus-Spektrum-Störung ist“, schreibt Jonathan Benson hier. „Und es zeigt sich, dass ein geschädigter Darm, insbesondere in den Jahren der kindlichen Entwicklung, die ausreichende Absorption von Nährstoffen, die für die Entwicklung eines gesunden Nervensystems nötig sind, verhindert.“