Wissenschaftler haben in Proben von Trinkwasser und Honig winzig kleine Plastikkugeln gefunden – sie sollen unterm Mikroskop sichtbar sein. Diese könnten aus Reinigungsmitteln und Kosmetika stammen, zu deren Inhaltsstoffen sogenannte Mikroplastik zählt, die über das Abwasser in die Flüsse, Seen und Meere und somit auch ins

Trinkwasser gelangt. In der Luft seien ebenfalls Plastikteilchen nachgewiesen worden.

Wie gefährlich sind Plastikteilchen im menschlichen Körper?
„Experimente an Miesmuscheln haben gezeigt,dass die Partikel sich bei Muscheln, die sehr viel Wasser filtern, im Gewebe einlagern. Dort bildeten sich anschließend Entzündungen“, heißt es auf der Homepage von „Plusminus“. Die Frage bleibt, ob es im Körper des Menschen zu gleichen oder ähnlichen Reaktionen kommt, wenn sich das Immunsystem gegen Miniplastikteile wehren muss.

Was sagen die Behörden?
Das Bundesumweltministerium habe auf Anfrage erklärt, „dass bereits Forschungsaufträge vergeben worden seien, um die Auswirkungen des Mikroplastiks auf die Umwelt zu untersuchen“. Zudem habe es sich für einen zeitnahen freiwilligen Ausstieg in puncto Verwendung von Mikroplastik ausgesprochen. Diese werden von der Industrie in die Produkte integriert, da den Teilchen eine mechanische Reinigungswirkung zugeschrieben wird, etwa in Peelings und Zahncreme.

Was sagen die Hersteller?
Die Produzenten der in dem Fernsehbeitag getesteten Kosmetik haben angekündigt, in den kommenden Monaten an Ersatzstoffen zu arbeiten – auf der Verpackung ist „Polyethylen“ ein Hinweis auf Mikroplastik. Zu diesen Herstellern gehören Aok, Dr. Liebe, Garnier, L’Oréal und Nivea.