Bekommt der Körper plötzlich kein Nikotin mehr, treten Unruhezustände und/oder Reizbarkeit zutage: Das Belohnungszentrum im Gehirn wird nicht mehr aktiviert.

Eine halbe Schachtel und mehr am Tag geraucht?
Insbesondere starke Raucher, die mit Entzugserscheinungen nicht zurechtkommen, können diese für einige Tage oder Wochen ab dem Rauchstopp lindern. Das kann mithilfe rezeptfreier Medikamente klappen. Eine andere Möglichkeit sind Nikotinpflaster: Ein Pflaster wird auf die Haut geklebt und sollte dort etwa 16 bis 24 Stunden bleiben. Durch Nikotinpflaster wird der Nikotinpegel im Blut konstantgehalten.

Nur ab und zu geraucht?
Gelegenheitsraucher sollten vorzugsweise auf nikotinhaltige Kaugummis setzen, meint Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. „Diese kaut der Ex-Raucher langsam, bis er ein pfefferartiges Aroma im Mund hat. Dann schiebt er die Masse in die Wangentasche und lässt sie dort, bis der Geschmack vergangen ist“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände vom 30. Dezember 2014.
Regelmäßigen Rauchern empfiehlt er hingegen Nikotinpflaster, da sie für eine konstante Nikotinkonzentration (zwischen 16 bis 24 Stunden) im Blut sorgen.

Generell hilft es auch, neue Rituale in den Alltag einzubauen. Zum Beispiel kann sich ein Nicht-mehr-rauchen-Wollender einen kleinen Stein ohne scharfe Kanten anschaffen, mit dem er unauffällig in der Hosen- oder Jackentasche „spielt“, wenn er merkt, er wird in bestimmten Situationen unruhig. Handschmeichler werden solche Steine genannt. Und

positives Denken ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, um das Rauchen hinter sich zu lassen.

Helfen die genannten Tipps alle nicht, kann man noch Folgendes versuchen:

  • Aufschieben – etwa zehnmal tief durchatmen.
  • Ausweichen, zum Beispiel durch meiden von Raucherbereichen
  • Ablenken, in dem man zum Beispiel jemanden anruft. Ein Lutscher anstatt einer Zigarette kann auch helfen.