Arthrose kann sich negativ auf andere Organe auswirken
Durch gezielte Behandlungen kann hier gegengesteuert werden. Häufig verschreiben Ärzte bei Patienten dazu spezielle Sport- und Bewegungstherapien. Auch Wärmebehandlungen werden gerne verordnet. Im schlimmsten Fall kann sogar ein künstlicher Gelenkersatz in Betracht gezogen werden.
Neben entzündungshemmenden Medikamente kommen mittlerweile auch vermehrt knorpelschützende Substanzen wie Hyaluronsäure zum Einsatz. Bei Hyaloron handelt es sich um einen natürlichen Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Die Säure kommt einem Schmiermittel gleich, das die Gelenke bei allen Bewegungen schützt und sie geschmeidig bewegen lässt.
Bei einer Hyaloron-Behandlung wird die Substanz direkt in das betroffene Gelenk injiziert. Obwohl die Behandlungsform in den letzten Jahren durch Studien gestützt wurde, hat sie dennoch einige Verfechter. Insbesondere bei fortgeschrittener Arthrose ist sie wenig erfolgsversprechend. Zudem sollte man als Patient wissen, dass das Spritzen von Hyaloron den Krankheitsverlauf nicht positiv beeinflusst sondern nur als unterstützende Therapieform dient.
Wie erst kürzlich auf dem vom 06.06.2012 bis 08.06.2012 in Berlin stattfindenden Europäischen Rheumatologen-Kongress erklärt wurde, geht die Medizin mittlerweile davon aus, dass Arthrose nicht mehr nur als rein lokale Gelenkserkrankung betrachtet werden
darf sondern als eine systemische Entzündungsreaktion des gesamten Organismus - egal an welcher Stelle die eigentliche Entzündung auftritt - was Schäden an anderen Organen nach sich ziehen kann. Insbesondere für das Gehirn kann es somit zu Spätfolgen kommen. Ein Zusammenhang zwischen Arthrose und einer Alzheimer-Erkrankung kann dabei nicht ausgeschlossen werden und wird aktuell weiter erforscht.
Wer herausfinden möchte, ob er an Arthrose leidet, der kann dies mit Hilfe eines simplen Selbsttests machen.
Aber Achtung, der Test ersetzt keinen Arztbesuch! Bei Verdacht sollte daher dringend ein Spezialist konsultiert werden.





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