Laut der britischen Zeitung „Telegraph“ ist Dr. David Brenner der Auffassung, dass die radioaktive Strahlung der Nacktscanner 20-mal so hoch ist wie bislang angenommen. Der Forscher ist Leiter des radiologischen Forschungszentrums an der Columbia University. Nach Brenners Meinung hätten die staatlichen Kontrolleure die Auswirkungen des Scannens auf die Haut nicht berücksichtigt.
David Brenner sagt, dass vor allem Passagiere mit genetischen Mutationen gefährdet sind, da ihre Zellen die Strahlungsschäden nicht so gut reparieren können wie Fluggäste ohne Genmutationen. Die gefährdete Personengruppe könnte nach dem Scannen im Kopf- und Nackenbereich an Hautkrebs erkranken.
„Wenn es nach der Bestrahlung von Kindern eine Zunahme von Krebserkrankungen gibt, dann wird sich das erst Jahrzehnte später zeigen. Es wäre klug, Kopf und Nacken nicht zu scannen“, wird Brenner auf dem Internetportal „Prison Planet“ zitiert.
Allgemein sei das Risiko für den einzelnen Fluggast jedoch sehr niedrig. „Aber wenn das geringe persönliche Risiko mit der großen Anzahl aller gescannten Personen multipliziert wird, könnte sich doch ein relativ hohes Risiko für die gesamte Bevölkerung ergeben“, so der New Yorker Mediziner.
Im „Telegraph“ werden auch Sicherheitsexperten zitiert: „Die Geräte sind für ihren Einsatz vom Verkehrsministerium auf ihre Gesundheitsgefährdung getestet worden. Nach den aktuellen Bedingungen kann jede Person ohne Gefahr jedes Jahr 5.000-mal gescannt werden“, lautet die Aussage eines Sprecher der offiziellen Flugaufsicht.