Eltern – Vorfahren – Geleitete Meditation
Welchen Sinn hat denn mein Leben eigentlich noch? Wenn wir diese Frage nicht mit positiven Lebensaussichten verbinden können, können wir dabei sogar Selbstmordgedanken entwickeln.
Wenn wir nicht oder nur wenig auf einer tieferen Ebene in Beziehungen mit anderen Menschen, Tieren, Pflanzen stehen, d.h. wenn wir uns nicht von anderen berühren lassen und selbst Andere berühren, dann können uns tiefe Depressionen über die Sinnlosigkeit unseres Daseins den Boden unter den Füßen wegziehen.
Wenn wir nun mit unseren blutsverwandten Vorfahren (Eltern, Großeltern etc) und mit unsren spirituellen Vorfahren (alle, die uns ein gutes Beispiel für mitfühlendes, gütiges, gelassenes Denken, Sprechen und Handeln waren) und auch mit den Vorfahren unseres Landes (alle, die Infrastrukturen, Gesetze, Kultur geschaffen haben in unserem Land) in Kontakt kommen, sehen wir uns immer weniger als einen kleinen isolierten Tropen Wasser.
Wir sehen immer mehr, dass wir Teil eines großen Stromes von Wesen sind, der seit unendlich vielen Zeiten fließt und der wahrscheinlich auch noch sehr lange fließen wird.
Dies zu verstehen und tief zu spüren, dass wir ein Teil der ganzen Menschheit sind, kann uns ein Gefühl der Geborgenheit zurückgeben, das uns vielleicht im Laufe unseres Lebens verlorengegangen ist.
Diese geleitete Meditation hilft uns den Begriff der Leerheit, der im Buddhismus ein zentraler Begriff ist auf sehr praktische Art und Weise zu verstehen.
Leerheit aller Erscheinungsformen ist genauso wie die Vergänglichkeit aller Erscheinungsformen ein wesentliches Merkmal unserer Existenz, d.h. es ist keine Theorie, sondern Realität.
Bezogen auf unsere Person heißt das, dass wir aus lauter Elementen, lauter Energien bestehen, die uns von Anderen, von unsren Vorfahren übertragen wurden. Das sind wunderbare Energien, und sind auch schwierige Energien, die wir mitbekommen haben.
Die Achtsamkeitsübung bezüglich Körper, Geist, Gefühlen hilft uns zu erkennen, welche Energien von unseren Vorfahren heilsam sind, und die sollten wir anerkennen und in uns fördern. Die Achtsamkeit hilft uns, auch zu sehen, welche Art den Denkens, Sprechens und Handelns uns selbst und Anderen Leiden bringt, und das gilt es zu transformieren.
So brauchen wir immer weniger Angst vor schwierigen Energien zu haben, die wir mitbekamen, und wir können uns immer mehr an den vielen wunderbaren Energien freuen, die wir alle auch mitbekommen haben.
- Einatmend spüre ich wie ich einatme
Ausatmend spüre ich wie ich ausatme - Einatmend bin ich mir aller wunderbaren Eigenschaften meiner Mutter bewusst
Ausatmend lächle ich meiner Mutter zu - Einatmend bin
ich mir aller schwierigen Eigenschaften meiner Mutter bewusst
Ausatmend lächle ich allen schwierigen Eigenschaften meiner Mutter in mir voller Mitgefühl zu. - Einatmend bin ich mir aller wunderbaren Eigenschaften meines Vaters bewusst
Ausatmend lächle ich meinem Vater zu - Einatmend bin ich mir aller schwierigen Eigenschaften meines Vaters bewusst
Ausatmend lächle ich allen schwierigen Eigenschaften meines Vaters in mir voller Mitgefühls zu. - Einatmend bin ich mir all der wunderbaren Eigenschaften meiner spirituellen Vorfahren bewusst, allen Menschen, die mir auf dem Pfad des Verstehens und der Liebe weitergeholfen haben, lebendig oder in Form von Büchern etc Ausatmend bringe ich den Schwächen meiner spirituellen Vorfahren Mitgefühl entgegen
- Einatmend bin ich mir all der wunderbaren Eigenschaften der Vorfahren meines Landes bewusst Ausatmend bin ich bereit ihre Schwierigkeiten in mir zu transformieren
- Einatmend spüre ich die Festigkeit der Erde unter mir Ausatmend verbinde ich mich mit allen Wesen, die mit mir in diesem Augenblick auf dieser Erde leben und lächle ihnen zu.
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15:21
Das klingt ab und zu ein bischen nach Emo.. "Welchen Sinn des hat das Leben eigentlich noch"... Sonst aber gut!