Das könnte sich zumindest für Gräserpollen-Allergiker nun ändern. Die Impftablette "GRAZAX®" soll Patienten per Tablette hyposensibilisieren. Winzige Mengen Gräserpollen darin aktivieren das Immunsystem. Sie lindern Allergiebeschwerden und verbessern langfristig die Gesundheit. Und das beste daran die Krankenkassen tragen die Kosten von etwa 3,60 Euro pro Pille.

Der Erfolg der "Grastablette" wurde in sechs klinische Studien mit mehr als 1.700 Patienten nachgewiesen. Bei 82 Prozent der Teilnehmer besserten sich die Symptome. Ausserdem erwies sich die Tablette als gut verträglich. Für Kinder ist sie jedoch nicht geeignet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass in den Industrieländern mehr als 20 Prozent der Menschen allergiekrank sind, davon etwa die Hälfte aufgrund einer Gräserpollenallergie. Laut WHO ist eine spezifische Immuntherapie die einzige ursächliche Behandlungsmöglichkeit gegen Allergien. Bisher erhalten nur wenige Betroffene diese üblicherweise in Form von Spritzen verabreichte Therapie. Womit ich mit meiner Feigheit in guter Gesellschaft wäre.

„Für Gräserpollenallergiker ist es ein großer Fortschritt, wenn die spezifische Immuntherapie als einfach anzuwendende Tablette zur Verfügung steht, deren Vorteile bereits umfassend belegt sind. Die Tabletten-Immuntherapie bekämpft die Ursache der Allergie. Davon werden zukünftig viel mehr Patienten profitieren können“, so Professor Stephen Durham, einer

der weltweit führenden Allergie-Experten.

Mit der Behandlung beginnen muss man acht Wochen vor dem Gräser-Pollenflug, die Pilleneinnahme erfolgt täglich. Um eine dauerhafte Verbesserung der Allergie zu erzielen muss "GRAZAX®" jedoch, ebenso wie die Hyposensibilisierung mittels Spritzen, drei Jahre lang angewendet werden.

Ich habe leider eine Frühblüher und keine Gräserallergie. Was bedeutet weiterhin keine Hyposensibilisierung. Wie sieht´s mit euch aus?