Das weltweit erste Telefonbuch wurde am 21. Februar 1878 in New Haven, im US-Bundesstaat Connecticut herausgegeben. Das erste deutsche Telefonbuch mit dem Titel „Verzeichnis der bei der Fernsprecheinrichtung Beteiligten“ wurde am 14. Juli 1881 in Berlin veröffentlicht, und zwar mit 185 Einträgen.

Das Telefonbuch: Aufbau hat sich verändert
Aufgebaut war das deutsche Ursprungsoriginal in vier Spalten, wobei die Informationen alphabetisch sortiert waren: In Spalte eins stand die Telefonnummer; in Spalte zwei der Name oder die Firma, zu dem/der die Nummer gehörte; in Spalte drei die Standes- oder Geschäftszweigbezeichnung und in Spalte vier die entsprechende Adresse.

Im Übrigen nannte der gemeine Berliner dieses erste deutsche Telefonbuch auch „Buch der Narren“, weil ihm die 185 Personen und Firmen leidtaten, die darin mit ihrer Nummer aufgeführt waren, so das das Ganze als „Schwindel aus Amerika“ bezeichnet wurde.

Das diese Skeptiker bald eines Besseren belehrt wurden, zeigte sich schon bald: Mit jeder neuen Auflage kamen neue Einträge hinzu. 1889 wurde der 10.000ste Telefonanschluss registriert.

Die bis dato einzigen Jahre, in denen in Deutschland kein Telefonbuch erschien, waren das Jahr 1917, weil damals als Folge des Ersten Weltkriegs Papiermangel herrschte, und die Jahre 1942 bis 1945 aufgrund des Zweiten Weltkriegs.

Am Aufbau hat sich die Anordnung der Informationen auf einer Seite geändert: vier Spalten, je Spalte sind (Firmen-)Name, Telefonnummer und darunter gleich die Straße und Hausnummer, die dazugehören, aufgeführt.

Das Telefonbuch: Erscheinung ist Pflicht
Im Telekommunikationsgesetz ist festhalten, dass es eine unabdingbare Grundversorgung beziehungsweise Universaldienstleistung ist, dass in der Regel einmal jährlich ein gedrucktes Telefonnummernverzeichnis erscheint. Es heißt „Das Telefonbuch“, von dem 125 regionale Ausgaben existieren, die von einer Tochterfirma der Deutschen Telekom AG herausgegeben werden.

Seit einigen Jahren kann jeder Bürger entscheiden, ob seine Telefonnummer darin gelistet werden soll oder nicht. Geheimnummern werden generell nicht veröffentlicht.

Darüber hinaus gibt es mittlerweile auch eine Online-Ausgabe vom

Telefonbuch der Deutschen Telekom AG. Das Praktische daran: Der Nutzer kommt anhand der Eingabe von Suchbegriffen in der Regel sehr schnell zum Ziel. Die Einfachheit der Navigation sowie die übersichtlich angeordneten Einträge, wie man exemplarisch am Suchbeispiel nach Berliner Gaststätten sehen kann, machen die Online-Version zu mehr als einer Alternative zur altbekannten Printausgabe. Statistiken zufolge werden Online-Telefonnummernverzeichnisse sogar immer beliebter. Insofern wäre die Eingangsfrage mit Nein zu beantworten ...